Des Froileins Beichte oder das spontane Kaufverlangen

Werte LeserInnen, erpiche ich etwas Schönes, sei es nun ein Kleid, ein fabelhaftes Hütchen oder sei es bezaubernder Schmuck, dann kann ich in den seltensten Fällen an mich halten. Natürlich, und das gestehe ich ganz offen und ehrlich, mache ich mir … Weiterlesen

Das schusselige Froilein & Voodoo Vixen

Werte LeserInnen, am heutigen Tage möchte sich das Froilein gern jener Garderobe widmen – sollten Sie sich nun fragen: „Herrje, wie bekommt man da über 900 Wörter zusammen?“ Das ist möglich, liebe Leserschaft, das ist tatsächlich möglich: Sie sehen hier ein … Weiterlesen

Weihnachtsanekdoten & fotografischer Jahresrückblick

Werte LeserInnen, ich hoffe, Sie verlebten wundervolle Weihnachtsfeiertage im Kreise Ihrer Lieben. Nun ist es ja leider wieder vorüber … das Fest der Liebe. Na, so ein bisschen Wehmut schwingt da jetzt aber bei dem Froilein „Weihnachtsbesessen“ schon mit. Ein … Weiterlesen

Erklärungen

Werte LeserInnen,

vielleicht haben Sie sich schon über die Existenz dieses Blogs oder gar über meinen ungewöhnlichen Namen gewundert. Wenn nicht, scrollen Sie gleich zum Bildchen. Wenn doch, so wäre an dieser Stelle vielleicht ein wenig Aufklärung schicklich. Ich werde Ihnen nun nicht die ausgelatschte Gesichte von den Bienchen und Blümchen erzählen. Diese kennen Sie ja bereits.

Selbstverständlich verfolge auch ich diverse Blogs mit großer Aufmerksamkeit. Darunter befinden sich erwartungsgemäß auch einige vintage-orientierte Blogs (und irgendwann in ferner Zukunft präsentiere ich Ihnen vielleicht eine Blogliste). Sie müssen wissen in der Provinz gibt es gerade in Sachen Mode und Lebensgefühl der 40er und 50er Jahre wenig Inspirationsquellen – leider verströmt auch Oma Erna von nebenan wenig ansprechende Impulse – und täglich grüßt die Kittelschürze. Das Froilein Olivia freut sich dann immer wie ein Schnitzel, wenn sie ein gleiches Kleidungsstück bei einer anderen (jüngeren) Bloggerin entdeckt und nicht selten wanderte so, dank dem vortrefflichen Modegeschmack anderer Internetschreiberinnen ein neues Kleidungsstück in eine meiner Garderobenaufbewahrungsstätten. Zudem, wer schmunzelt nicht gern über die Alltagsbegebenheiten anderer? Also entschloss ich mich selbst, einen Blog ins Leben zu rufen. Was andere können, kann man ja schließlich auch. Vielleicht habe ich aber auch nur zu viel Zeit oder Geltungsbedürfnis. Die inhaltliche Ausrichtung ergab sich von selbst: Vintage, Alltag & Provinz. Mein Horizont hat schließlich auch seine Grenzen. Freilich musste ein stilgerechter Name her. Dabei entschied ich mich geschwind für das Froilein vor meinem eigentlich wohlklingenden Vornamen. Und uneigentlich ist da noch der werte Herr mit dem Spinat und den Riesenkräften – das Grab meiner Kindheit; Kinder können was Hänseleien betrifft bisweilen sehr grausam sein. Über einen trefflichen Spitznamen verfüge ich nicht wirklich, diesbezüglich war und ist mein näheres soziales Umfeld wenig geistreich. Mit „Puppe“, „Püppi“ oder „das Kind“ (ja, die lieben Eltern) kann man namenstechnisch recht wenig anfangen und schon gar nicht wenn es um Vintage, Alltag & Provinz gehen soll.  Außerdem wollte mir ein sensationeller Künstlername partout nicht einfallen. Ein bisschen Authentizität ist dann doch ganz schön. Warum nun aber Froilein Olivia und nicht Fräulein Olivia (oder Freillein Ohliefja, wenn man den fabelhaften erzgebirgischen Dialekt einfließen lassen würde)? Die einzige Spur von Kreativität, welche mir entspringen wollte, war die Wahl dieser Schreibweise von Fräulein. Nun könnten Kritiker oder Wortbedeutungsverfechter unter Ihnen Alarm schlagen und das nicht ganz zu unrecht. Bezeichnet doch ein Fräulein eine junge und unverheiratete Frau. Oh Schreck, beides bin ich nicht – mehr. Werte LeserInnen, nehmen Sie mir bitte das Froilein nicht allzu krumm. Und ganz ehrlich, Frau Olivia wäre nur halb so entzückend.

Die technische Umsetzung der glorreichen Idee „Vintageblog“ war schon holpriger. Nun ist das Froilein Olivia, verzeihen Sie mir an dieser Stelle meine derbe Ausdrucksweise, ein computertechnisches Rindvieh. Ich weiß wie man einen PC anschaltet, in einem Schreibprogramm tippt (Tabulatoren setzen wird da schon problematischer), in das Internet gelangt, eine Email verschickt und bei Onlineshops bestellt. Und da wären wieder bei dem delikaten Horizont und seinen Grenzen. Sie können sich sicherlich vorstellen, dass ich anfänglich vor meinem WordPress-Konto saß, wie eine Kuh wenn es blitzt. An dieser Stelle vielen Dank an zwei liebe Menschen, die mir gestalterisch zur Seite standen und mit engelsgleicher Geduld meine wahrlich törichten Fragen beantworteten. Nun denn, irgendwie hat sich das Froilein Olivia stümperhaft in einige wenige Funktionen ihres „Dashboards“ gefuchst. Ich behellige Sie, werte Leserinnen nun immerhin schon mit meinem 10. geistreichen Beitrag. Aber ich will offen zu Ihnen sein, ich werde sicherlich auch in einem Jahr noch keine Kenntnis darüber erlangt haben, was ein Plug-in, ein Feedreader oder gar ein Trackback ist.

Was hat sich das Froilein Olivia nun für ihren Blog vorgenommen? Jedwede Ziele, welche man sich voller Elan gesetzt hat, sollten zumindest einen Hauch Realismus beherbergen. Also habe ich mir für meinen Blog zunächst einmal nur vorgenommen, Ihnen mit einer gewissen Regelmäßigkeit und mit dem ein oder anderen hübschen Bildchen einen Einblick in meine Kleiderschränke, in meinen Alltag und in das provinzielle Leben zu gewähren. Dabei würde es mich sehr freuen, wenn Ihnen hin und wieder ein Beitrag gefällt.

Den Kragen hätte ich wirklich bügeln können – Pardon.

Es grüßt Sie Ihr ergebenes Freillein Ohliefja,

welches sich an ihren Sprachwissenschaftsdozenten erinnert (ja, ich habe in grauer Urzeit einmal studiert), welcher ihr nach Durchsicht einer Hausarbeit über die Funktion von Adverbien eröffnete (mir ist bis heute schleierhaft, wie ich diesbezüglich 30 Seiten Text zustande gebracht habe), dass ihr Schreibstil furchtbar und oftmals weit entfernt von grammatischer Korrektheit sei, sie aber nach ihrem Studium immernoch bei der Bildzeitung anfangen könne.

Das Froilein Olivia stellt sich vor

Werte LeserInnen,
ich bin entzückt Sie wieder begrüßen zu dürfen. Im letzten Beitrag verriet ich Ihnen, dass ich Anfang dreißig bin und im schönen ländlichen Erzgebirge wohne. Meine roten Haare sind Ihnen, da Sie ja aufmerksame Betrachter sind, ebenso aufgefallen wie meine Vorliebe für Kopfschmuck in Form von Hütchen. Ferner versuche ich das Leben täglich zu genießen und mitunter nicht allzu ernst zunehmen. Sich lange über etwas zu ärgern, ändert nichts daran und führt nur zu unschönen Falten im Antlitz. Dies gilt es schließlich zu vermeiden, da sich bereits das Bindegewebe zusehends verabschiedet – Tschüss, es war schön mit dir.  
Mein Herz schlägt sicherlich für meinen teuren Gatten. Ich habe aber auch eine tiefe Schwäche für die 40er und 50er Jahre. Sie inspirieren mich – gerade in Sachen Kleidung, aber auch in Sachen Musik & Lebensgefühl. Vor etwa zwei Jahren hatte das Froilein Olivia ihr Näschen (ähnlich einer Kartoffel im Gesicht – schön groß & rund) gestrichen voll vom aktuellen, bisweilen androgynen Mode-Einheitsbrei. Eine Alternative fand ich im Stil der 40er und 50er Jahre. Eine abwechslungsreiche Modelinie, die sich durch klassische Schnitte, verspielte Details und durch Liebe zum Detail auszeichnet. Dabei ist sie nicht, wie oftmals fälschlicherweise angenommen, altbacken oder gar bieder.
Mein Kleidungsstil im Sinne der 40er und 50er Jahre ist ebenso mannigfaltig, wie die Epochen selbst. Das Pin-up Kleid mit leuchtend bunten Hibiskusblüten und das Kleid im Marinelook sind ebenso vertreten wie das zeitlose Pencilkleid in dezenter Farbe und der elegante Zweiteiler bestehend aus Pencilskirt und Cape. Diese sind, das muss ich jetzt leider gestehen, alles Reproduktionen. An wirkliche Vintagemodelle habe ich mich bislang nicht getraut. Meine Kleiderschränke (beachten Sie jetzt bitte die Pluralangabe) beinhalten nicht nur Reproduktionen von Collectif Clothing, Hell Bunny, Miss Candyfloss & Co. Es finden sich dort ebenso schöne Stück von H&M, Orsay & Co. Ein Outfit wird, meines Ermessens nach, zum einen durch eine möglichst perfekt sitzende Frisur und angemessenes Make-up abgerundet. Zum anderen dürfen schickliche Accessoires, adäquates Schuhwerk und stilgerechter Schmuck (dieser darf auch gern das Haupt zieren) nicht fehlen. Das ist eine wirklich vortreffliche Begründung dafür, dass mein Schuhschrank aus allen Nähten platzt, mein Schmuck sich anscheinend eigenständig vermehrt und dass ich gestern festgestellt habe, dass ich zu einem schwarzen Pencilkleid gar kein passendes Hütchen habe. Das werde ich demnächst ändern. Ein kurzer Einwurf zum Thema Strumpfhosen. Die werten Fräuleins sollten sich wieder an Strumpfhosen wagen, vielleicht nicht unbedingt im Hochsommer, aber ansonsten kann ich Nahtstrumpfhosen sehr empfehlen. Sind wir ehrlich: nichts kaschiert unschöne dunkelblaue Krampfadern vorzüglicher. Ich finde es übrigens sehr bedauerlich, dass es wohl aus der Mode gekommen ist, sich für den banalen Alltag entsprechend zu kleiden und „herzurichten“. Leider geschieht das, wenn überhaupt, dann nur zu ganz besonderen Anlässen – und da zählt Oma Ernas 70.Geburtstag nicht gerade dazu. Ich gestehe an dieser Stelle ein, dass dies in der Provinz gelegentlich Irritationen auslöst: „Gehen Sie heute ins Theater?“ – Nein, eigentlich wollte ich nur meinen wöchentlichen Großeinkauf tätigen.

Headpiece: Jazzafine, Kleid: Stop Staring!, Brosche: Vintage, Schuhe: Deichmann

Wie definiert das Froilein Olivia für sich den Begriff Vintage? Vintage ist für mich die Wertschätzung und Freude an Dingen der alten Zeit. Dabei versuche ich jene Mode, Musik und jenes Lebensgefühl in meinem modernen Alltag zu integrieren.
Werte LeserInnen, in den weiteren Beiträgen werde ich als überzeugte Dorfpomeranze über mich, über Vintage und über die kleinen Episoden des Alltags plaudern. Das alles natürlich mit dem Versuch nicht hinterwälderlerisch in der Provinz zu werden, auch wenn das Froilein Olivia gern mit Lockenwicklern geschmückt im heimischen Garten Unkraut jätet.
Es grüßt Sie mit den herzlichsten Wünschen für das Wochenende Ihr ergebenes Froilein Olivia