Winter adé

Liebe LeserInnen,

so … nun ist aber wirklich einmal Schluss mit dem ollen Winter und all seinen vermeintlich wundervollen Vorzügen. Sie wissen, ich kann Wintersport nicht ausstehen, zum einen weil es Sport ist und zum anderen weil ich ihn einfach nicht beherrsche. Demnach hat der Winter als Jahreszeit bei dem Froilein nicht unbedingt den größten Stein im Brett. Und da ich die letzten Wochen wahrlich wacker durchgehalten habe, wäre es jetzt ganz wunderbar, wenn das gemeine Hinterteilabfrieren, die holde Schneeschipperei (ob im Beet oder in der Garteneinfahrt) und die müheselige Autoscheiben-frei-Kratzerei ein Ende finden würde. Ist Ihnen eigentlich bei Letzterem schon einmal aufgefallen, dass die Eisschicht auf der Frontscheibe immer dann besonders dick & hartnäckig ist, wenn Frau morgens eh schon spät dran ist? Ja, die Ungerechtigkeit des Lebens. Jedenfalls mag ich keinen Winter mehr … ich möchte Frühling … und zwar jetzt … sofort! Bitte! Einmal ernstlich, geht es Ihnen nicht ähnlich? Sind Sie nicht auch schon voller Vorfreude auf warme Temperaturen, Vogelgezwitscher, sprießendes Grün und wieder viel Zeit draußen an der frischen Luft? Anbei bemerkt … ja, wir GärtnerInnen scharren schon mit den Hufen. Ist das nicht kurios? Noch vor einem Jahr habe ich mich über ungeduldige Damen und Herren mit grünen Daumen amüsiert und jetzt hat es mich selbst erwischt … das im Dreck-wühl-Virus. Aber einmal weiter ganz ernstlich und ganz unter uns (in Sachen Winter), Schnee ist doch wirklich nur hübsch anzusehen, wenn er gerade frisch aus den Wolken auf unsere holde Erde gerieselt ist und die Landschaft aussieht, als wäre sie mit einem Zuckerguss versehen … ja, dann glitzert der Schnee auch noch schön in der Sonne und hängt so schön an den Bäumen herum … aber schon kurze Zeit später (und wenn es nicht wirklich bitterkalt ist) wird er häßlich schmutzig, schrecklich harsch und die Bäume wären dann auch wieder einfach nur deprimierend kahl. Ja, jedes Winter Wonderland hat ein jähes Verfallsdatum. Aber Frühlingswille hin, Winterüberdruss her, ein wenig müssen wir uns noch gedulden … der meteorologische (schwieriges Wort) Frühlingsbeginn per 1. März heißt ja erst einmal nicht viel … und warme Temperaturen und sprießendes Grün nicht unbedingt. Und da die Wetteraussichten derzeit nicht wirklich den Frühlingsdurchbruch ankündigen,  gibt es heute noch einmal eine winterliche Garderobe … mit ganz viel hübschen Schnee:

Eine Anmerkung, die fotografischen Aufnahmen sind schon die ein oder andere Woche her, mittlerweile (und diesbezüglich kann ich Sie beruhigen) ging es auch bei uns im Gebirge dem Schnee gehörig an den Kragen. Das Froilein hat natürlich ein wenig nachgeholfen und im heimischen Garten fleißig „breit geschippt“. Komischerweise hält mich meine Familie in Sachen Gartenaktivität schon zu Beginn des neuen Jahres wieder für absolut durchgeknallt, aber siehe da … es ist noch nicht einmal Frühling und des Froileins Beete glänzen schon mit erdig-brauner Farbe. (Fragen Sie mich jetzt ja nicht nach dem noch verweilenden Bodenfrost!) Schenkt man aber wieder einmal den äteren Bewohnern unseres reizenden Landstrichs Glauben, so war das noch nicht alles … mit dem Winter. Denn, so die mündliche Überlieferung, was die Sonne vor Frühlingsbeginn zu schmelzen vermag, kommt noch einmal wieder … leise rieselnd als Schnee vom Himmel … och, nöööööö.

Widmen wir uns nun dem grün-schwarzen Traum mit dem hübschen Kunstpelzkragen, den Frau übrigens abnehmen kann. Da sind nämlich kleine Knöpfe am Kleid und noch kleinere Gummischlaufen am Kragen, womit beides beliebig getrennt oder wieder verbunden werden kann … insofern Frau die nötige Geduld für eine derartige Fummelei aufzubringen vermag. Das Schuhwerk (also diese klobigen Keil-Stiefel) und das muss ich wirklich zugeben, ist nicht ganz so vorteilhaft, aber die hohen Treter sind gefüttert und waren somit ideal wärmend bei den winterlichen Temperaturen, die beim Bildchenknipsen noch geherrscht haben.

Das Kleid ist ganz im Stile der 40er Jahre und stammt von Voodoo Vixen. Kreiert wurde dieses Kleid übrigens zusammen mit der bezaubernden Vintage-Fashion-Bloggerin Rachel Jensen. Ihrem Chicago Chic Blog folge ich schon länger und finde ihn sehr inspirierend. Neben diesem Kleid gab es zudem noch eine Pencilvariante und einen Bleistiftrock und Sie können sich bestimmt vorstellen, dass diese Textilien den ganzen Winter nur so durch die vintagebegeisterte Damenwelt schwebten und in aller Munde waren. Ich entschied mich für die weitere Variante, nicht zuletzt deshalb weil das Bleistiftkleid über kurze Ärmel verfügt – och nö, nicht im Winter, wie Sie wissen. Der Stoff ist wunderbar … nicht zu dünn und nicht zu kratzig dick und die Länge … ja, die Länge ist einmal wirklich fabelhaft lang. Ein nettes Kleidchen zum Winterende, finden Sie nicht auch?

Liebe Leserinnen drücken Sie mit mir gemeinsam die Daumen, dass der Frühling nicht mehr allzu lange auf sich warten lässt.

Headpiece: Collectif Clothing, Kleid: Voodoo Vixen, Stiefel: Deichmann, Handschuhe: Orsay

Es grüßt Sie von Herzen Ihr Froilein Olivia … ist der Lenz schon da?

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