Ein typisch erzgebirgischer Winter

Liebe LeserInnen,

– auch wenn von Aktualität beileibe nicht mehr die Rede sein kann … Wochen nach dem Jahreswechsel – wünsche ich Ihnen für das neue Jahr noch alles erdenklich Gute, Gesundheit, Glück und unendlich viele, schöne Momente. Möge 2017 ein wunderbares Jahr für Sie werden. So … haben Sie sich eigentlich schon an die neue Jahresschreibweise gewöhnt? Es ist ja jedes Jahr das verflixte Gleiche mit der neuen Jahreszahl … da blühen schon die ersten Schneeglöckchen und das Froilein ich tue mich ja immer ganz, ganz schwer mit jedweden Neuerungen schreibt immer noch selbstsicher eine 16 hinter die 20. Sowas aber auch.

Apropos Schneeglöckchen und allerlei andere verheißungsvolle und bessere klimatische Verhätnisse ankündigende Blümchen. Ja, schön wäre es just … das Frühlingserwachen. Aber nun weiß ich nicht wie bei Ihnen derzeit die wettertechnische Lage ist, aber bei uns im schönen (und wohl doch nicht so schnee-unsicheren) Erzgebirge ist Winter … und zwar tiefster, tiefster Winter. Will heißen, wir versinken im Schnee und frieren uns bei zweistelligen Minusgraden gehörig das Hinterteil ab. Ganz wunderbar ist das … finden ja auch des Froileins frisch gepflanzte Rosenstöcke, die sich wohl wahrlich besorgt fragen: „Mensch, wo sind wir bloß hingekommen?“. Diese wurden übrigens in den letzten Wochen immer wieder von Schneemaßen befreit … oder gänzlich ausgegraben, wenn das Froilein einmal den Pfiff verpasst hatte – Schneestürme sind aber auch fies. Denn Sie wissen doch wie das so ist mit diesen sensiblen Pflänzchen (oder zickigen Diven). Ein wenig von der weißen Pracht ist durchaus erwünscht und hält die Füße schön warm, aber zuviel davon ist Mist. Der Göttergatte hat es sich da in Sachen Schneeberäumung schon etwas einfacher gemacht und sich anlässlich des niederschlagsreichen Winter Wonderlands ein neues Spielzeug gegönnt (der Herr Vater war diesbezüglich ja auch völlig aus dem Häuschen … Männer!). Aber ich muss zugeben die Schneeräumung funktionierte tadellos … mit einigen wenigen Abstrichen: „Schmeiß mir ja keinen Schnee ins Beet, ich warne dich!“, rief ein ums andere Mal das mit Bommelmütze bekleidete Froilein dem Göttergatten finster zu und stakste weiter, mit einer Kinderschneeschippe bewaffnet, im Beet herum: „Öhm, hier war doch der Sommerflieder …  war er doch … ja? Ah, doch nicht … hier ist der Schneeball! Aber bitte wo befindet sich verdammt nochmal eigentlich die Madame Boll?“ Ja, bisweilen sah das Froilein eben nur noch weiß. Und Ostern können wir dieses Jahr ruhigen Gewissens ausfallen lassen … gesucht habe ich diesen Winter tatsächlich schon genug … und das nicht nur die Madame Boll. Aber einmal ernstlich, wer braucht schon Schneefräsen (die im Rosenbeet ja wirklich nicht viel Sinn machen würden), wenn es auch fabelhafte Kinderschneeschippen gibt. Die nämlich sind super handlich und richten keinen erheblichen Flurschaden an. Gut, vielleicht braucht man zur Schneeberäumung dann etwas länger (etwas viel mehr länger), aber Aktivitäten an der frischen Luft sollen ja unheimlich gesundheitsfördend sein. Zur Verdeutlichung der Schneelage, habe ich heute zwei Bildchen aus dem knappschen Garten für Sie:

Sie erinnern sich doch bestimmt noch an des Froileins Weihnachtsbildchen … neben dem edlen Nadelgehölz und ohne das weiße Gedöns. Sie sehen, derweil hat es bei uns ein klitzekleines bißchen geschneit (so einen Meter). Aber das wäre ja noch gar nichts, wenn man den älteren Bewohnern unseres lauschigen Örtchens Glauben schenken darf. In den 50ern (na, da wären wir ja bei des Froileins liebsten Thema) … lag in einem Winter (die genaue Jahreszahl ist wohl der Erinnerung entfleucht) so viiiiiieeeeel Schnee … da konnten die Kinder das Haus nur über die Fenster der ersten Etage verlassen. Die Haustür war nämlich wochenlang im Schnee versunken und die restlichen 2 Meter des Hauses wohl auch. Na sowas.

Verlassen wir nun das holde Schneegestöber und widmen wir uns einer adäquaten und für das Froilein ungewöhnlichen Wintergarderobe:

Cape, Balzer & Hose: Collectif Clothing, Handschuhe: H&M, Schuhe: Deichmann

Ja, für die Garderobenbildchen gibt es wieder etwas schönere Hintergründe.

Es ist ja kein Geheimnis, dass das Froilein Zweiteilern unheimlich viel abgewinnen kann. Ja, ich finde Zweiteiler fantastisch, zumal sich da wirklich nicht die immerwährende Frage nach dem passenden Ober- oder Unterteil stellt. Das Untendrunter (falls überhaupt nötig, im Winter hingegen überaus ratsam) ist dann weniger kompliziert und oftmals schnell in klassischen Farben gefunden.

Mittlerweile … und das ist überaus verwunderlich … finde ich auch Beinkleider ganz schick. Und eben deshalb entscheid sich das Froilein bei dem Blazer mit dem fabelhaften Chaise Check Print (oder in dem grün-dunkelblauen Muster) einmal nicht für den Bleistiftrock sondern für die wahrlich bequeme Marlenehose.

Das Kunstpelzcape ist fabelhaft. Es lässt sich vorn mittels Häkchen verschließen, hat eine angenehme kurze Länge, sodass das Schößchen des Blazers nicht verdeckt wird und wenn Kunstpelzcapes nicht „Hallo, ich bin der Winter“ (… in Rußland) schreien, dann weiß ich auch nicht. Solche Überwürfe sind absolut empfehlenswert. Liebe Damen, gönnen Sie sich so ein Teil, Sie werden es nicht bereuen.

Liebe LeserInnen, sollten Sie sich nun verduzt fragen: „Na, du holdes Froilein, das ist ja alles ganz schön und gut, mit dem Zweiteiler und dem Cape und dem hübschen Schnee da überall … aber was ist mit der Gürtelschnalle los?“ Ja, die befindet sich bei dem Froilein gern adrett gekleidet, aber schrecklich schusselig eben nicht in der Körpermitte … und nein, das muss wirklich nicht so sein. Sollten Sie sich das nicht gefragt haben, hätte der Gatte gewonnen á la: „Olivia, das fällt doch gar nicht auf“.

So, das soll er gewesen sein … der erste Beitrag des dörflichen Froileins im Jahre 2017. Wie verlief Ihr Jahr bisher und wintert es bei Ihnen auch so schrecklich?

Es grüßt Sie von Herzen Ihr Froilein Olivia, das dem Minimann nun wieder die Schneeschippe mausen geht

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