Sommerfeeling … wenn auch etwas verspätet

Liebe Leserschaft,

was war das doch für ein herrlicher Septemberstart, finden Sie nicht auch? Statt allmählichem Herbstbeginn gab es Sommer, Sonne & Sonnenschein … und das reichlich. Gut, nach dem vermurksten Sommer eine willkommene Entschädigung … auch für die Sonnencreme, die ja sonst unverrichteter Dinge im Mülleimer gelandet wäre (und zwar so um die Weihnachtszeit). Und wie immer im Leben hätte es einfach so weitergehen können mit dem Wetterchen, wenn Petrus nicht doch einmal einen Blick auf den Kalender geworfen und sich eines Besseren besonnen hätte … Spielverderber der olle Wettergott. Nun denn, verabschieden wir zähneknirschend den Sommer und begrüßen wir den Herbst, liebe LeserInnen:

Öhm nö … aber nicht das holde Froilein sich den ganzen Sommer nicht ein einziges Mal garderobentechnisch bei der geschätzten Leserschaft melden. So, und weil das so war, verlängere ich nun einfach den Sommer und hole in den nächsten Beiträge nach, was ich wochenlang versäumt habe:

Hitze, pralle Sonne & luftig, flattriges Chiffonkleid … ja, so schmeckt der Sommer … den Kragen finde ich ja ganz bezaubernd … Farbe und Muster übrigens auch.

Eines allerdings ist mir bei diesen flattrigen Sommerkleidchen aus 100 % unnachgiebigen Polyester (und deshalb nicht immer optimal figurangepasst) völlig schleierhaft: „Weshalb befinden sich bei solchen Kleidchen die Reißverschlüsse immer (ja, wirklich immer) an der Seite?“ Ja, weshalb eigentlich? Ist ja nun nicht so, als ob Frau in derartige Textilien ähnlich locker-flockig schlüpft, wie in ein Nachthemd … also, über den Kopf stülpen … runter ziehen und fertig. Nein, nein, weit gefehlt. Liebe Damen, Sie wissen doch wie das so ist … mit derartigen Stoffen. Nachdem Frau umsichtig den Kopf eingefädelt hat … natürlich unter Beachtung der richtigen Lage des Unterkleides … geht es daran, umständlich die Ärmeleingänge zu finden und auch zu treffen (nicht, dass Frau sich versehentlich mit einem Arm im Ausschnitt verirrt). Hat Frau die Einfädelei im Schweiße ihres Angesichtes und ohne nahtreißendes Geräusch vollbracht, folgt das umsichtige Positionieren des Kleides am Körper … also das „Herunterziehen“. Und auch hier verheißen putzige Stoffgeräusche nichts wirklich Gutes. Schlussendlich, mehr oder weniger völlig aus der Fassung, geht es an das Schließen des seitlichen Reißverschlusses, der … und wie sollte es auch anders sein … an der Taillennaht eben nicht wie ein geölter Blitz läuft. Oh, flattrige Freude, sage ich da nur. Einigen wir uns an dieser Stelle darauf, dass bei solchen Fähnchen das Ankleiden ein wahrer Hochgenuss ist. Aber nicht nur das, liebe Leserschaft. Auch das Entkleiden (irgendwann muss Frau da ja auch wieder raus) ist eine wahre Freude … im verschwitzten Zustand … der freilich im Sommer einmal vorkommen kann (gut, vielleicht nicht unbedingt in diesem). So, nun könnten Sie meinen: „Liebes Froilein, eine Konfektionsgröße großzügiger schafft mehr Freiraum“ … ja, aber leider auch eine kartoffelsackähnliche Passform.

Nun denn, zwei froileinsche Vorsätze für den Sommer 2017 wären demnach: Keine seitlichen Reißverschlüsse! Und keine Chiffonkleidchen mehr! Auch wenn diese doch immer so hübsch flattern im Winde … und die, ehe Frau sich versieht, höchst seltene Einblicke ermöglichen. Ja, hätteste mal den ordentlichen Schlüpfer angezogen.

Headpiece: Jazzafine, Kleid: Collectif Clothing, Schuhe Caprice, Ohrclips & Armband: Bijou Brigitte

Wie war eigentlich Ihr Sommer, liebe LeserInnen? Haben Sie die wenigen, wirklich sommerlichen Tage in vollen Zügen genossen? Sollten Sie sich nun fragen, was die Dorfpomeranze die letzten Monate so getrieben hat, muss ich Sie leider auf den nächsten Beitrag vertrösten. Dann aber gibt es bildliche und wörtliche Auflösung. Nur soviel, das Muster des Kleides gibt einen guten Hinweis & das Wühlen im Dreck spielte eine maßgebliche Rolle. Ja, der Sommer war schmutzig … verdammt schmutzig.

Es grüßt Sie von Herzen Ihr wiedergekehrtes Froilein Polyester ist nur etwas für Geduldige

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