Navy & Tartan … eine adrette Alternative

Liebe LeserInnen,

zu jeder Jahreszeit gibt es textile Highlights, an denen eine vintagebegeisterte Dame einfach nicht vorbeikommt … und so ein Froilein schon einmal gar nicht. Und da es im heimischen Gebirge immer noch und immer wieder „wintert“ – da können sich frühmorgens die Piepmatzis mit ihrem Geträller noch solche Mühe geben, nützt nämlich rein gar nichts, wenn es abends wieder schneit – zeige ich Ihnen heute eine Garderobe, die sich in diesem Winter nicht nur bei dem Froilein größter Beliebtheit erfreute:

Headpiece: Jazzafine, Mantel & Kleid & Handtasche: Collectif Clothing, Stiefel: Caprice, Handschuhe: C&A, Ohrclips: Glitter Paradise, Brosche: Vintage

So, und jetzt rollen Sie bloß nicht mir Ihren hübschen Augen und denken sich: „Nicht noch ein Pearl Coat!“ Zu meiner Verteidigung sei an dieser Stelle gesagt: Ein Schlussverkauf ist nun einmal eine echte Entscheidungshilfe … auch für den ächzenden Geldbeutel, der wird nämlich geschwind versöhnlich gestimmt … na, wenigstens ein bißchen. Außerdem hat Frau oder so ein Froilein an einem Mantel mit ausgesprochen guter Qualität jahrelang ihre helle Freude. Gut, es ärgert mich immer wieder, wenn ich an einem neugekauften Textil augenblicklich die Knöpfe nachnähen muss, da sie sonst zeitnah und natürlich unbemerkt in der provinziellen Versenkung verschwinden, aber dennoch sind solche Mäntel eine Investition, die sich wirklich lohnt und uns die tristen Wintermonate versüßt … getreu dem Motto: „Fabelhaft gekleidet durch den grauen Winter“. Ja, jede Dame hat ihre ganz eigenen Strategien, wie sie den Winter möglichst angnehm hinter sich bringt. Das Froilein gönnt sich eben ein Mäntelchen mehr.

Zugegeben, der Pearl Coat gehört zweifelsohne nicht zu den unauffälligen Modellen … die Fake Fur-Massen sind einfach nicht zu übersehen, und auch ich trage ihn nicht alltäglich, dafür gibt es dezentere Überwürfe und dafür ist er mir vielleicht auch ein wenig „zu schade“. Zum Flanieren oder wenn wir doch einmal die Landkreisgrenzen für eine Unternehmung verlassen, dann ist er – wie auch die dunkelgrüne Variante – ein Mantel der ersten Wahl. 

Nun habe ich mich doch letztlich schon einmal gedanklich mit dem Inhalt dieses Beitrages befasst (ja, das tue ich bisweilen, ansonsten käme ja Murks bei rum) und da kam ich doch zu folgender Feststellung … jetzt wird es spannend: Anzahltechnisch konkurrieren meine blauen Mäntel definitiv mit meinen schwarzen Überwürfen. Bei den Fähnchen zeigt sich ein ähnliches Bild, die halten sich nämlich auch die Waage. Betrachtet Frau nun auch noch das textile Angebot verschiedener Retro-Hersteller, so werden neben den elegant-schwarzen Roben eben auch vermehrt blaue Varianten angeboten. Na, sowas. Ist Navy-Blau etwa das neue Schwarz? 

Ja, verzwickte Kiste diese Frage. Wie würden Sie diese Frage für sich beantworten? Ich jedenfalls liebe Blau … aber auch Schwarz. Beide Farben gehören für mich in meinen Kleiderschrank – ohne, dass ich einer dabei den Vorrang einräume. Nun muss ich aber auch zugeben … ein blaues Textil hat bei roter Haarwolle sein ganz eigenen Charme; beide Farben harmonieren nämlich ausgesprochen gut miteinander. Rot & Blau ist eine ähnliche gute Kombination wie beispielsweise Schwarz & Weiß. Bei einem schwarzen Textil hingegen spielt die Haarfarbe eine nicht ganz so starke Rolle, wie ich finde. Aber was wäre die textile Welt ohne das kleine Schwarze? Übrigens bin ich schon sehr gespannt darauf, wie Sie diese Frage beantworten.

An dieser Stelle wird es Zeit sich dem Fähnchen zu widmen, das sich unter diesem wundervollen Mantel verbirgt. Eine kleine Vorschau gab es freilich schon weiter oben:

Im letzten Beitrag schwadronierte ich ja über auffällige Muster. Tartan zählt für mich keinesfalls dazu. Das mag vielleicht daran liegen, dass ich eine besondere Vorliebe für Tartan hege und ich mich in Karos besonders wohl fühle. Aber wissen Sie was? Und jetzt schmeiße ich wieder so eine tiefgründige textile Feststellung in den Raum … Karos sind die neuen Polka Dots … also für das Froilein zumindest. Punkt um. Freilich irgendwie sind sie in der Retro-Vintage-Welt Pflicht … diese Pünktchen, aber irgendwie konnte ich mich nie gänzlich innigst mit ihnen anfreunden und schon gar nicht wenn sie in riesiger Form auf einem Textil prangen. Och nö, dann lieber klein bis klitzeklein oder doch lieber Tartan. Zumal immer mehr Textilien in adretten Karos angeboten werden. Jedenfalls ist der Sherwood Check-Print ein Highlight in diesem Winter. Und weil der Hersteller Collectif Clothing ein wahrer Frauenversteher ist, gab es diese Tartanvariante als Kleid & als Rock und sensationellerweise jeweils als weite & als enge Variante. Das nenne ich einmal Auswahl.

Eben habe ich klassische Farbkombinationen angesprochen und Rot & Blau angeführt. Kommt zu dem Roten und Blauen dann aber noch die Farbe Weiß hinzu, dann ist so ein Froilein vom Lande ganz schön aus dem Häuschen. Eine brilliante Kombination – nur maritim darf sie niemals anmuten, denn für das maritime Outfit habe ich ebenfalls noch kein Faible entwickelt. Aber Sie kennen mich, was nicht ist, kann ja noch werden.

So, liebe Leserschaft, dass soll es gewesen sein …. mit der adretten Alternative im Wintergewand und ich bin sehr gespannt auf Ihre Meinung … zur Garderobe, zu Schwarz & Blau und natürlich auch zu Pünktchen & Karos.

Es grüßt Sie von Herzen Ihr blaues Froilein mit den Karos und dem vielen Kunstfell

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2 Kommentare zu “Navy & Tartan … eine adrette Alternative

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