Kariert durch den Winter

Liebe LeserInnen,

nun möchte ich mich endlich einmal den vielzähligen Neujahrswünschen anschließen – in der Hoffnung, dass Sie denen noch nicht überdrüssig geworden sind, denn wenn man bisweilen etwas gar zu oft hört, geht es einem irgendwann gehörig auf den Keks – erging uns ja mit dem Liedgut der Backstreet Boys ähnlich. Also:

Ich wünsche Ihnen für 2016 alles Gute und möge sich all das erfüllen, das Sie sich sehnlichst wünschen.

Ähm, wie war das? Die Wahrscheinlichkeit von einem Blitz getroffen zu werden, ist bedeutend höher, als im Lotto zu gewinnen – diesbezüglich kann ich Ihnen also keine realistische Hoffnung machen, aber wer weiß … die Hoffnung stirbt bekanntlich zuletzt. Apropos Glücksspiel: Frau Mutter hat in Sachen Weihnachtsgeschenke an ihr Töchterchen und ihren angeheirateten Sohnemann (diesen kann man sich ja nie raussuchen) grandiosen Einfallsreichtum bewiesen, denn sie beglückte uns mit einem Lottoschein. Und damit kein Gezanke unterm künstlichen Weihnachtsbaum losbrach (Frau Mutter ist partout nicht von einer lebendigen Nordmanntanne zu überzeugen), gab es ein Scheinchen für den Gatten und eines für das Froilein. Nun beläuft sich meine Glücksspielkenntnis gegen null … und zwar gegen null Ahnung. Ich meine irgendetwas vernommen zu haben wie „Glücksrente“ oder „Glücksrakete“ oder „Rentenlotterie“ – nageln Sie mich diesbezüglich aber bitte nicht fest. Der Gatte weiß da mehr … er ist also Lottowissender und deshalb auch für die Gewinnüberprüfung zuständig – ja, ich vertraue ihm voll und ganz. Etwas das ich aber mit Sicherheit weiß ist, dass die Glückslose noch bis zum 16. Januar gelten … irgendetwas mit 4 Ziehungen oder so. Jedenfalls wäre das noch ein Weilchen. Aber über den Ausgang bin ich schon jetzt gespannt. Hehe. Denn – einmal angenommen – wäre ich Frau Mutter (und zu einem gewissen Teil bin ich das ja auch, dank der Genetik), würde ich mich dann nicht ein bißchen (oder gehörig) ärgern, wenn das verschenkte Los des Schwiegersohnes gewinnt? Es bleibt spannend, aber ich kann Sie beruhigen … wir lieben uns alle wahnsinnig.

So, nun wäre also Anfang Januar. An die neue Datumsschreiberei hat man sich längst noch nicht gewöhnt. Haben Sie damit eigentlich auch solche Schwierigkeiten? Ich befürchte ja, dass wieder Frühling wird, bis ich mich ohne immerwährende geistige Ermahnung an die Zahl 2016 gewöhnt habe und diese auch aus der Lamäng richtig schreibe. Ja, ich tue mich mit Neuerungen immer etwas schwer – fragen Sie diesbezüglich einmal meine Eltern, die sind in meinen jüngeren Jahren regelmäßig daran verzweifelt. Es kann freilich nicht jede Dame oder jeder Herr vor Spontanität strotzen. „Olivia, du müsstest dich nun aber wirklich bei der Fahrschule anmelden, ansonsten bist du 18 und hast noch keinen Führerschein!“ „Ach, meint ihr wirklich?“ Soviel dazu. Worum sollte sich der heutige Beitrag eigentlich drehen? Ach ja … um den Winter in Karos:

Headpiece: Miss Moss, Schal: no name, Rollkragenshirt: Orsay, Rock: Banned, Stiefel: Caprice …weiter unten dann: Mantel: Hell Bunny, Handschuhe: C&A

Es ist Januar – also tiefster, dunkler Winter … na, eigentlich. Das mit dem Winter will freilich nicht so recht glücken, auch im eigentlich schneesicheren Erzgebirge nicht – das wäre wieder ein Beweis dafür, das nichts mehr so ist, wie es früher einmal war. Dennoch (einige Damen und Herren haben sich sicherlich gefreut … das Froilein ja weniger) gab es Anfang dieser Woche einen kleinen Hauch von Winterfeeling … was eisige Kälte, leichter Schneefall und allerlei Raureif so alles anrichten können. Ich enttäusche Sie da jetzt wirklich nur ungern, aber das ist nicht alles Schnee, was Sie da erpichen.

Schön mutet es dennoch an … und eine Bildstrecke mit Sturm, leichtem Schneefall und sibirischen Temperaturen gehört in des Froileins Blog, finden Sie nicht auch … so als abgehärtete Bewohnerin eines Mittelgebirges (als stolze Ponyträgerin ist ja von erheblichen Luftbewegungen tunlichst abzuraten)? Anbei bemerkt war es der dick eingemummelte Göttergatte, der zuerst lamentierte, dass es doch äußerst kalt sei … obwohl … er hatte Recht, es war tatsächlich bitterkalt.

Und da Winter ist – wie dieser nun auch immer anmuten mag – ist Tartan durchaus noch erlaubt. Komischerweise besitze ich lediglich ein Kleidungsstück in dieser höchst klassischen Tartanvariante. Merkwürdig, oder? Weniger merkwürdig ist allerdings, dass ich selbst nur zu einem Textil ein passendes Hütchen besitze. Übrigens, verkündete ich einmal äußerst geistreich, dass textile Rottöne bei roter Haarwolle äußerst heikel wären, insofern man sich nicht „Farbverirrung“ auf die eigene Stirn schreiben möchte. Mittlerweile ist es mir aber völlig schnuppe, ob das jeweilige textile Rot nun haargenau zu meinem aktuellen Rotton auf dem Kopf passt oder nicht – pinkig hin oder orangig her, es ist mir farbenmutig schnurz. Sie wissen doch: Erlaubt ist, was gefällt …

… und Kapuzen an Swingmäntel mit reichlich Kunstfell daran gefallen dem Froilein auch sehr … schützen den Pony aber auch nicht wirklich. Goldig aber ist der Mantel, oder? Dieser stammt doch tatsächlich aus dem Hause Hell Bunny (ja, heute gibts einmal kein Collectif Clothing – streichen Sie das bitte tiefrot in Ihrem neuen Jahreskalender an!). Die Schnittform ist … nun ja … figurumschmeichelnd – also eher weit, aber im Winter ist klatscheng eh nicht von Belang.

Es grüßt Sie herzlichst Ihr kariertes Glückslos-Froilein

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2 Kommentare zu “Kariert durch den Winter

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