Weihnachtspullover

Liebe Leserschaft,

und täglich grüßt das Murmeltier … oder das Froilein, das vor dem 27. Dezember noch schnell ihre Weihnachtsroben abarbeiten will. Wie dem auch sei, ich hoffe Sie fröhnen noch besinnlich dem Weihnachtsfeste.

Traditionen sind etwas Feines … insbesondere an Weihnachten. Ja, was wäre das schönste Fest des Jahres ohne allerlei Gepflogenheiten? Ja, und was wäre das Froilein ohne ein abscheuliches Textil zur Weihnachtszeit? Sie erinnern sich doch bestimmt an das fürchterlich grelle, blaue Ding im letzten Jahr … das mit den Klingglöckchen dran, den Ilexzweigelchen drauf und der absolut fürchterlichen Passform. Na, klingelt es? Natürlich musste ich mir auch dieses Jahr eine solche Abscheulichkeit zulegen, Sie wissen Traditionen sollte man pflegen:

Headpiece: Jazzafine, Pullover: H&M, Rock: Collectif Clothing, Schuhe: Deichmann, Ohrclips: Glitter Paradise

Einmal mehr ein textiles Träumchen … . Insbesondere, wenn man sich wie das Froilein so gar nicht mit allerlei aufgenähten Glitzerdingsda (sprich Pailetten) anfreunden kann. Aber – und das ist ja schon einmal was – er brilliert in den typischen Weihnachtsfarben … und etwas zum Lesen gibt es gratis dazu – kann ja auch immer nicht schaden:

Das Froilein versucht einmal mit ihren rudimentären Schulenglischkenntnissen zu übersetzen: „How about snow? – Wie wäre es mit Schnee?“ Fabelhaftes Thema: Ja, wo ist bzw. wo war er denn … der Schnee zum heiligsten Feste des Jahres? Des Öftern hörte bzw. höre ich ja von meinen erzgebirgischen Landesgenossen: „Ach, so ein bißchen Schnee muss sein an Weihnachten. So ohne kommt doch gar keine richtige Stimmung auf!“ Aha. Ich würde Ihnen nun einfach einmal erklären, was die erzgebirgische Wortgruppe „ein bißchen Schnee“ eigentlich bedeutet. Also, die Landschaft sollte blütenweiß sein. Die Felder und Wälder dürfen dabei auch gern unter meterhohem Schnee ersticken. Insofern da nicht der eigene Gartenzaun drumherum ist, ist alles schick. „Ein bißchen Schnee“ heißt demnach auf alle Fälle auch, dass die Verkehrsstraßen (ja, auch die, welche selbst im Sommer kein Mensch mit dem Automobil passiert) schneefrei sind, also „schwarz“. Aha. An solche Vorlieben hält sich natürlich jeder durchschnittliche Schneefall im Erzgebirge. Aber ruhig Blut, liebe Mitbewohner, der Schnee kommt schon noch und dann schallt wieder die frohe Kunde durchs Land: „Soviel Schnee hätte müssen aber auch nicht gleich sein.“ Na, wie denn nun? Also, wenn ich Frau Holle wäre, würde ich mich an den Betriebsrat wenden und fortan weiter (!) zwischen Weihnachten und Neujahr meinen Resturlaub abfeiern … und zwar in südlichen Gefilden und nur um dann ausgeruht und voller Enthusiasmus bei Wiederarbeitsantritt für ausreichend Schnee zu sorgen. Und was heißt hier bitte „für die Stimmung“? Reichen denn nicht tausende von Schwibbögen? Gut, nun bin ich dieses Jahr vielleicht nicht das beste Beispiel für adäquate Weihnachtsstimmung, das aber liegt weniger im fehlenden Schnee begründet, wie Sie wissen. Aber, und diesbezüglich mache ich mich nun vielleicht bei meinen Landsleuten unbeliebt, das Froilein benötigt für ihre Weihnachtsstimmung keinen Schnee … die letzen Jahre nicht, dieses Jahr nicht und die nächsten Jahre auch nicht, dafür aber den Minimann, den Gatten, den Herrn Vater und die Frau Mutter … und den Bajazzo im Geiste.

Liebe Leserschaft, genießen Sie die letzten weihnachtsfestlichen Stunden im Kreise Ihrer Lieben. Und weil es so schön war:

Es grüßt Sie von Herzen Ihr Froilein Olivia

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2 Kommentare zu “Weihnachtspullover

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