Das Froilein hat die Haare schön …

Liebe Leserschaft,

… oder auch nicht. Das können Sie gleich frei von der Leber selbst beurteilen. Sie wissen doch wie das so ist: Eines schönen und fernen Tages oder etliches Lockenwickler eindrehen und Haare färben später … ist er nämlich wieder einmal überüberüberfällig … der Besuch einer Haarschneidestätte. Denn Sie wissen ja weiter wie das so ist, irgendwann kapitulieren selbst die widerstandsfähigsten Spitzen und dann hilft auch kein sagenumwobenes Spitzenfluid mehr. Nein, Stroh gehört bekanntlich in eine durchschnittliche Futterraufe und nicht auf den Kopf. So, und eben deswegen schwang das Froilein vergangene Woche ihr Hinterteil auf einen Friseurstuhl … und stellen Sie sich vor, da rappelte es mich wie wild. Das kennen Sie ja vielleicht auch, wenn urplötzlich etwas „Neues“ auf dem eigenen Haupt her muss. Veränderung und so. Ich kann Sie aber an dieser Stelle beruhigen … das Froilein ist noch immer ein Rotschopf. Die rote Haarwolle nämlich geht mir komischerweise noch nicht auf die Nüsse (Ja, Nüsse sind durchaus ein beliebtes Thema zur Adventszeit.). Nein, nein es ist viel schlimmer. So, und weil ich durchaus zum vorausschauenden und schadensbegrenzenden Denken fähig bin … also außerhalb des Textilkaufes … dachte ich so bei mir, ich zeige Ihnen das Resultat lieber heute schon. Ich möchte freilich nicht, dass Sie sich an Heiligabend bei des Froileins besinnlichen Weihnachtswünschen vor Schreck fürchterlich an ihrem Weihnachtspunsch verschlucken und sich fragen: „Na, du Dorffroilein, was hast du jetzt wieder angestellt?“ Getreu dem Motto: „Na, die Garderobe ist vielleicht nicht übel, aber die Frisur … !“ Das Froilein klärt Sie nun endlich bildlich auf:

Headpiece: Jazzafine, Kleid: Collectif Clothing, Stiefel: Caprice, Fake Fur-Kragen: Lindy Bop, Handschuhe: H&M, Ohrclips: Glitter Paradise, Brosche: no name

Überraschung oder Schreck lass nach … das Froilein hat jetzt einen Pony. Herrje, liebe Damen, war das Pony schlechthin auch so ein großes Thema in Ihrer Kindheit? Was doch ein Abonnement der „Wendy“ alles anrichten kann. Gibt es diese Mädchenzeitschrift eigentlich immer noch? Zurück zum Gesichts-Pony. Eigentlich wollte ich zum stirnverschleiernden Haarputz auch noch einen feschen und radikalen Kurzhaarschnitt. Wenn schon Biedermeier über Board werfen, dann aber bitte richtig. Dieser Frisurenwunsch war der Dame Frisurmeisterin aber etwas zu waghalsig … und zu ungewiss – sie kennt das Froilein ja schon ein gehöriges Weilchen. Und was soll ich sagen? Sie lag mit der „längeren Variante“ goldrichtig. Liebe Dame des Frisörhandwerkes: Mein Dank wird dir ewig nachschleichen, aber sowas von. So, und da eine Frau gravierende Haarveränderungen vorsichtig angehen sollte, wurde des Froileins Pony zunächst von der Haardichte her eher dünn gehalten … zum Eingewöhnen … oder zum besseren wieder-aus-dem-Gesicht-Frisieren. Bisweilen nämlich finde ich meine eigenen Ideen dann urplötzlich doch nicht mehr so toll. Aber darf ich Ihnen etwas verraten? Und jetzt halten Sie sich fest: Ich finde das Pony-Ding in meinem Gesicht noch immer fabelhaft, bei einer gewissen Länge spart man sich irgendwann auch noch einwandfrei das „faltenauffüllende-pseudo-Wundermittelchen“. Diese Woche geht es dann noch zum Verdichten, denn der Pony darf bleiben. Übrigens, liebe Leserschaft, sollten Sie einmal ähnlich experimentierfreudig in einem Frisörgeschäft an sich werkeln lassen, ignorieren Sie bitte hinterher die irritierten (ich mag jetzt nicht abwertenden schreiben) Blicke Ihrer Lieben. Wie heißt es so schön? Man gewöhnt sich an alles. Ja, und auch Ihre Lieben werden Ihre neue Frisur einen Tag später ganz sensationell finden. Glauben Sie mir.

Und nun ehrlich, liebe LeserInnen, wie finden Sie des Froileins Stirnputz? Ja, ich weiß, in Sachen richtiger Frisiertechnik müssen wir uns noch aneinander gewöhnen, aber es ist noch keine Pony-Meisterin vom Himmel gefallen. Ein Fön und eine Rundbürste sollen da ja Wunder bewirken, das ist mir zumindest einmal zu Ohren gekommen. Ich werde mich erproben.

Genug des haarsträubenden Geredes, widmen wir uns dem heutigen zentralen Textil, also dem Kleid. Ja, ich bin eine ausgesprochene Collectif-Amsel und das Rizzo-Kleid gehört für mich ebenso zu den Klassikern des britischen Herstellers wie die Dolores oder die Regina. Der Schnitt der Rizzokleider ist ein Traum und das karierte Muster ist doch einmal eine echte Überraschung, oder? Einzig der äußerst freizügige Ausschnitt irritiert ein wenig und mutet im Dezember, selbst bei frühlingshaften Temperaturen, doch ein wenig albern an. Ein Pelzkragen schafft zügige und adrette Abhilfe. Eine Zuckerstange auf dem Kopf (ich liebe Zuckerstangen, egal ob eßbar oder nicht!) und eine Zuckerstangenbrosche am Kragen … und fertig ist eine weitere Variante einer „Weihnachtsgarderobe“ in diesem Jahr. Wir stören uns jetzt einfach nicht an der tiefblauen Grundfarbe des Kleides und dem aber dunkelgrünen Weihnachtshütchen (noch immer mein Liebstes) … und ignorieren Sie bitte auch den schlecht frisierten Pony und die häßlichen Falten, die ein Bleistiftkleid bisweilen werfen kann, wenn man galant die Hüften schwingt.

Es grüßt Sie herzlichst Ihr Pony-Froilein Olivia

 

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2 Kommentare zu “Das Froilein hat die Haare schön …

  1. Geil! Gefällt uns 👍🏻!
    Es betont des Froileins Gesicht einfach mehr. Oder liegt es daran, dass das Froilein die Zuckerstangen & Oreoschnitten nicht mehr alleine isst und abgenommen hat?

    • Ihr zwei hübschen Mädels aus dem hohen Norden,
      lieben Dank für Eure Worte – Eure Zeilen gehen ja immer runter wie Öl. Herrlich! Jedenfalls von abnehmen kann hier keine Rede sein (finden ja auch etliche meiner Röcke), denn mir haben es die Karamellschnitten angetan … und alles, wo eine Nuss drin oder drauf ist, und Linsen und gegen eine leckere Ganskeule ist ja auch nichts einzuwenden … oh, du herrliche Adventszeit.
      Ganz liebe Grüße zu Euch
      Euer Froilein

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