Hose, Rock oder Kleid?

Werte LeserInnen,

beschäftigen wir uns doch heute einmal mit einer ganz und gar grundsätzlichen Frage: Hose, Rock oder Kleid? Das Froilein kann Sie schließlich nicht wochenlang mit der provinziellen Renovierung ermüden, die sich übrigens just in diesem Moment auf der Zielgeraden befindet. Oh Freude, Wohnstube & Kochstätte sind vollendet und im Badezimmer wird zurzeit fröhlich gefliest … es ist ja eine Kunst 4 verschiedene kleine Fliesen, welche gemeinerweise auch noch in unterschiedlicher Anzahl vorhanden sind, sinngebend an den Wänden zu platzieren. Und ich meine, mich hasst gerade nicht nur der Gatte dafür. Hiermit möchte ich mich also in aller Form und aufrichtig bei den goldenen Handwerkern und bei dem Göttergatten für meinen fürchtlichen (und kleinen) Fliesengeschmack entschuldigen. Aber, liebe LeserInnen, darf ich Ihnen etwas verraten? Die bisherigen Resultate sehen fabelhaft aus … das müssen freilich auch die Herren der handwerklichen Schöpfung zähneknirschend zugeben. Und darf ich Ihnen noch etwas verraten … so ganz im Stillen und im Privaten? 3 Wochen ohne eine eigene Erleichterungsmöglichkeit – sprich Toilette – sind … nun ja … interessant. Frau Mutter ärgert sich ja gerade massiv über den erhöhten Toilettenpapierverbrauch auf ihrem „Stillen Örtchen“. Das Froilein erbost sich mehr darüber, keinen Spiegelschrank im wundervollen Tageslichtbad zu besitzen als über das nicht vorhandene Klosett. Nun denn, jede Dame hat andere persönliche Prioritäten. So, wo waren wir eigentlich? Ach ja:

Headpiece & Brosche: Jazzafine, Ohrclips: Glitter Paradise, Bluse: Aida Zak, Hose: Collectif Clothing, Handschuhe: H&M, Tasche: La Parisienne, Schuhe: Deichmann

Die LeserInnen unter Ihnen, welche hier in der erzgebirigischen Provinz schon eine geraume Weile lesen und gucken, dürften sich heute schrecklich langweilen. Denn diese Damen und Herren wissen sehr wohl, dass das Froilein Beinkleider nicht gerade abgöttisch liebt. Das bedeutet jetzt aber nicht, dass ich überhaupt keine Hosen besitze – es gibt weitaus triftigere Gründe für Kaufentsagungen – ich hüpfe nur eben lieber in Kleidern oder Röcken durch die Provinz. Sicherlich, in Anbetracht meiner holden Beinschönheit wären Hosen vielleicht die deutlich vorteilhaftere Wahl. Aber bitte welche Dame lässt sich wegen ein paar kleiner, körperlicher Makel von ihren Vorlieben abbringen? Also das Froilein keinesfalls. Und Ihnen, liebe Damen, würde ich ein ähnliches Vorgehen auch an Ihr Herz legen.

Eines meiner … lassen Sie mich überlegen … 3 Beinkleider wäre die Judith. Diese hatte ich Ihnen schon im Frühjahr vorgestellt. Die Bluse kennen Sie auch schon … und zwar zur Genüge in der schwarzen Couleur – ja, ein ganz und gar schnöder Beitrag heute … wäre da nicht das fabelhafte & neue Herbsthütchen mit der passenden Brosche aus meinem bevorzugten Kopfputz-Hause Jazzafine. Nun wird es aber interessant … die nämlich kennen Sie noch nicht. Und damit diese wunderschönen Stücke auch die alleinigen, farbigen Hauptdarsteller sind, musste eine schlichte Garderobe her. So, und da wären wir also heute … mit der schwarzen Judith und dem cremefarbenen Blüschen … und mit dem Vogel auf dem Kopf. Ach, eben kommt mir in den Sinn: Liebe Damen, verraten Sie mir doch einmal, wie Sie es mit transparenten Oberteilen halten. Das Froilein vertritt ja die prüde Meinung: „Da muss aber unbedingt etwas drunter“, wegen dem Büstenhalter und dem ganzen freizügigen Dilemma … na, Sie wissen jetzt schon. Also, liebe Damen, verhüllen Sie oder lassen Sie es blitzen und blinken?

Weg von der Leibeswäsche und zurück zur eigentlichen Thematik. Bliebe nämlich noch die Frage zu klären, ob das Froilein nun lieber Kleider oder Röcke trägt. Einen klaren Sieger gibt es nicht, denn ich trage beides sehr gern. Im Sommer oder bei wahrlich milden Temperaturen greife ich öfters zu Kleidern. Jetzt im Herbst und dann auch im Winter favorisiere ich Röcke. Warum ist schnell erklärt. Bedauerlicherweise werden in der kalten Jahreszeit nur wenige, wirkliche winterliche Kleider angeboten. Und nein, ein hübsches Tartankleid mit kurzen Ärmeln und einem Herzausschnitt sieht zwar winterlich aus, fördert aber eher eine Mandelentzündung als ein wohlig warmes Gefühl bei einer Außentemperatur von etwa -10 Grad. Desweiteren bin ich keine große Liebhaberin davon, jedwede Kleidchen auf Winter zu trimmen … mit Rollkragenshirt drunter oder dicker Strickjacke drüber. Röcke eignen sich dafür in meiner dörflichen Weltanschauung viel besser. Und schon macht der wunderbar warme Pullover mit dem ollen & schnöden Zopfmuster Sinn … im kalten Weihnachtsland Erzgebirge. Bisweilen muss dann auch dort noch ein Rollkragenpulloverchen drunter … der enge Taillenrock freut sich dann immer unnachgiebig.

Liebe Leserschaft, was bevorzugen Sie – Hose, Rock oder Kleid?

Es grüßt Sie herzlichst Ihr Froilein Olivia

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6 Kommentare zu “Hose, Rock oder Kleid?

  1. Liebes Froilein Olivia, vielen Dank für einen wiederum inspirierenden Beitrag. Meine neugierige Frage gleich zu Beginn: Werden Sie Ihrer werten Leserschaft auch ein Bild des kleinfliesigen Kunstwerks zukommen lassen? Ich denke, wir sind alle sehr gespannt auf das wundervolle Ergebnis und werden mit Sicherheit nicht mit Lob an den ebenso wundervollen Göttergatten sparen!
    Die Hose steht Ihnen bei aller Abneigung ausgezeichnet! Ein Beinkleid hat für mich als verfrorene Madame (und das schon bei eher milden Rheintemperaturen) den großen Vorteil, dass man dicke warme Strumpfhosen oder Leggins (meist mit schrecklichem Muster, oder deren Alter bereits deutlich sichtbar ist, leider sind das die wärmsten) tragen kann. Kleider trägt Madame auch sehr gern, der Kleiderschrank ist ja namentlich schon prädestiniert dafür und füllt sich beständig. Die alltägliche Praxis jedoch beweist, dass eine Hose, bevorzugt aus dickerem Jeansstoff, sehr viel besser mit den liebevollen Krallen meiner beiden Mademoiselles zurecht kommt als Feinstrumpfhosen unter Kleid oder dem seltener vorhandenen Rock. Ja, ich besitze tatsächlich katzenfreundliche Alltagskleidung, mit der ich mich aber nicht auf die Straße trauen würde (man könnte mir vorwerfen, ich trüge Pelz). So ist das nun mal mit der Tierliebe. Herr Herzblatt bevorzugt natürlich Kleider und Röcke (an mir, versteht sich), der kratzt aber wiederum nicht.
    Es kommt bei der Büstenhalterblitzfrage auf das Blusenmodell und den Anlass an. Generell würde ich auch ein geeignetes Top darunter tragen, farblich angepasst. Insgesamt ist doch alles eine Frage der Praxistauglichkeit. Ich wünsche Ihnen ein wunderschönes Wochenende und noch einen sonnig-bunten Herbst im Erzgebirge!

    • Liebe Madame,
      sehr gern präsentiere ich Ihnen und anderen geneigten LeserInnen die Ergebnisse an des Froileins Badezimmerwänden. Wobei der Fußboden auch höchst vortefflich anmutet. Da muss „ich“ nämlich einmal zähneknirschend zugeben, da haben der Gatte und Frau Mutter einmal Recht behalten mit der Passgenauigkeit. Ich wollte es ja gar nicht so recht glauben.
      Wie recht Sie haben, Beinkleider haben klimatisch gesehen unschlagbare Vorteile, Da kann Dame unter dem Tellerrock Thermostrumpfhose & Petticoat tragen, dennoch ist es irgendwie frisch, wenn der Wind pfeifft.
      Die liebe Tierliebe … der Boxerbim kratzt ja nicht, der schnieft nur, verliert aber ähnlich viel Haarwolle wie 10 seiner Art … durch Reibung wird dieser Prozess bekanntermaßen noch erheblich verstärkt. Diesbezüglich nämlich verhält sich unser 37 Kilo (er hat ein wenig zugelegt) Kind auf 4 Pfoten wie eine Durchschnittskatze. Völlig egal, welche Farbe das Froilein trägt, die Borsten machen sich auf dunklem & hellem gleich gut bemerkbar … und der Boxer schmust weiter. Dafür aber bleiben meine Strumpfhosen heil … bis – ja bis – der Minimann um die Ecke kommt … mit seinen Kinderschuhen … und den fiesen Klettverschlüssen daran. Natürlich ist ein Klettverschluss immer nie richtig verschlossen … ein Stück der kratzigen Halterung lugt immer hervor. Und eben diese 2-4 Zentimeter lechzen nach des Froileins Strumpfhose und natürlich treffen beide, wohl magisch von einander aufgezogen, aufeinander. „Mama, deine Strumpfhose hat ein Loch.“ „Ach, wirklich?“ Und es Froileins Strumpfwarenverbrauch (manche überstehen nicht einmal die erste, sorgsame Waschung) steigt weiter ins Unermessliche.
      Auch ich wünsche Ihnen ein fabelhaftes Wochenende & hoffe auf ein baldiges Wiederlesen
      Liebste Grüße von Ihrem Froilein

  2. Liebes Froilein Olivia,
    Ihr seht (wieder einmal ^.^) ganz bezaubernd aus. Die Kombination dunkle Hose und helle Bluse sind ganz reizend und auch sehr nach meinem Geschmack.
    Da ich berufsbedingt eher Hosen trage und irgendwann meinen Kleiderschrank größtenteils selbst genäht haben möchte, sind Hosen bei mir momentan ganz weit oben auf der Liste. Na ja, momentan ist vielleicht etwas übertrieben… denn momentan sind gehäkelte Babysachen eher ganz weit oben ^.^
    Ansonsten kann durchaus auch ein Kleid bzw. ein Rock mit einer schicken, blickdichten Strumpfhose zur kälteren Jahreszeit getragen werden. Daran werde ich sicher auch noch arbeiten, denn komischerweise fällt mir immer in der entsprechenden Jahreszeit auf, welches besondere Kleidungsstück mir gerade noch im Sortiment fehlt (im Winter fehlen mir wohlig, wärmende Sachen und im Sommer luftig, kurze). Und das geht sicher nicht nur mir so.
    Für untendrunter bin ich der Meinung, dass es durchaus einen Hauch von Leibeswäsche zu sehen geben darf, aber eben nie zu viel, damit eine gewisse Klasse auch erhalten bleibt – man/frau ist schließlich eine Dame (oder eben eine Femme fatal) und keine Dirne.
    Ich würde mich übrigens auch über das Endergebnis der Umbauarbeiten freuen. Das wäre dann mal ein ganz neuer Styling-Post.
    Mit herzlichsten Grüßen
    Sandy

    • Liebe Sandy,
      danke für Ihr sensationelles Kompliment – da hüpft ja immer mein Herz.
      Sie nähen Ihre Kleider selbst? Meine Hochachtung für Ihr Talent. Derzeit reicht es bei dem Froilein mit ihrer „Elsa“ (ein Geschenk von Frau Mutter) gerade einmal zum Umnähen von Gardinen. Herrje, wie schön muss es sein, sich Kleidung nach eigenen Vorstellungen, Form & Farbe zu schneidern. Aber doch bestimmt auch sehr zeitaufwändig, oder?
      Gehäkelte Babysachen sind freilich auch so herrlich niedlich … und so fantastisch „retro“. Darf sich bei Ihnen eine Minifrau oder ein Minimann über die gehäkelte Kunst freuen?
      Wem sagen Sie das mit der benötigten Garderobe zur jeweiligen Jahreszeit … mich dünkt als sei das auch wieder so ein typisches Frauending … der Gatte nämlich kramt aus seinem Kleiderschrank einfach einen Pullover hervor, den ich schon jahrelang nicht mehr an ihm gesehen habe (und von dem inständig hoffte, er existiert nicht mehr). Männer benötigen ja nie irgendetwas. Nun weiß ich gar nicht, ob das so bewundernswert ist … .
      Fotografische Aufnahmen vom heimischen Badezimmer wird es geben – den Gefallen tue ich Ihnen nämlich sehr gern.
      Ich wünsche Ihnen eine fantastischen Start in die neue Woche.
      Auf bald – Ihr Froilein

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