Des Froileins Beichte oder das spontane Kaufverlangen

Werte LeserInnen,

erpiche ich etwas Schönes, sei es nun ein Kleid, ein fabelhaftes Hütchen oder sei es bezaubernder Schmuck, dann kann ich in den seltensten Fällen an mich halten. Natürlich, und das gestehe ich ganz offen und ehrlich, mache ich mir in diesem Moment keine (und zwar überhaupt keine) Gedanken darüber, was denn zu jener Neuerwerbung passen könnte und was sich davon idealerweise schon in meinem Besitz befindet. Gekauft wird was gefällt und das Hirn kann man sich auch hinterher noch wunderbar darüber zermattern was denn nun zum Neuerwerb schicklich wäre und was nicht. Einigen wir uns also an dieser Stelle darauf, dass ich ein besonderes Exemplar der Spontankäuferin bin. Sicherlich begebe ich mich auch einmal gezielt auf die Suche nach etwas Bestimmten, wie zum Beispiel nach einem blauen Hütchen, wenn ich urplötzlich feststellen muss, dass die blauen Kleider allmählich doch die Überhand gewinnen. (Da kommt mir doch just in diesem Augenblick in den Sinn: Ein schwarzes Hütchen könnte ich auch noch gebrauchen) Oder ich bin der Meinung, dass ein neuer klassischer, schwarzer Bleistiftrock her muss. Oder ich stelle entsetzt fest, dass doch tatsächlich zu den etlichen lilafarbenen Hütchen farblich passender Schmuck fehlt. Dieses gezielte Kaufverhalten ist aber eher die Seltenheit. Sollten Sie sich nun besorgt fragen: „Herrje, du kauffreudiges Froilein, wie passt denn da überhaupt etwas bei dir zusammen“, dann kann ich Sie beruhigen. Oftmals will es nämlich das Glück oder der Zufall, dass sich in den Tiefen meiner Hütchenschachteln oder gut sichtbar in meinem Schmucksetzkasten etwas Adäquates findet, dass anscheindend förmlich auf das neue Textil gelauert hat, so gut nämlich ergänzt das Fundstück das neue Textil. Übrigens, einen Setzkasten mit Glasscheibe zur Verwahrung Ihrer schmückenden Schätze kann ich Ihnen wirklich sehr empfehlen. Kein Schmuckstück (und zwar genau das, welches man doch eigentlich gerade tragen wollte) verschwindet mehr. Nichts verheddert sich und Dame hat auf den ersten Blick wirklich einmal alles im Blick. Das soll genügen zum Thema spontanes und hirnloses Kaufverhalten einer Dorfbewohnerin. Die Damen und die Herren, welche dem Froilein hier schon eine Weile folgen, wissen wohl, dass ich eine große Liebhaberin der Ton-in-Ton Kombination bin – und diese nach Möglichkeit von Kopf bis Fuß. So nämlich, liegt man niemals völlig daneben. Farbliche Ausreißer gibt es ungefähr so selten, wie gezielte Käufe. Lange Rede, kurzer Sinn, heute möchte ich Ihnen einmal eine Garderobe etwas näher vorstellen, welche ein gutes Beipiel für das Geschätz von eben ist:

Das Kleid ging erst kürzlichst in meinen Besitz über. Sie wissen, ich habe eine ausgeprägte Schwäche für Kleider der Marke Miss Candyfloss … und für Rosa. Fabelhaft, wenn dann beides zusammentrifft. Die Farbe des Kleides ist zwar kein direktes Rosa, vielmehr ist es eine Mischung aus pastelligem Fuchsia und Altrosa, aber dennoch ist die Couleur herrlich. Nun durchstöberte ich meine Hütchenschachteln nach einer passenden Kopfzierte – Ja, Sie haben richtig gelesen, eine Schachtel reicht schon lange nicht mehr aus – und da entdeckte ich dieses Hütchen, welches ich Ihnen bereits einmal präsentierte und welches ich bislang nur zur schwarzen Robe trug. Und da wären wir bei jener, eben erwähnten, glücklichen Fügung, denn die Farbe des Kleides findet sich haargenau in der Farbe des Hütchens wider. Beim Erwerb des Kleides habe ich an alles Mögliche gedacht, das Hütchen kam mir nicht in den Sinn. Ob ich gelegentlich den Überblick über meine Besitztümer verliere? Wer weiß, wer weiß.

Brosche & Ohrhänger habe ich mir zu Beginn des Frühlings gegönnt – ich kann mich ja grandios selbst belohnen, findet übrigens auch mein holder Gatte. Die Ohrhänger stammen einmal mehr von Fräulein Wildkirsch und leuchten herrlich grün. Die Brosche entdeckte ich bei DaWanda. Auf meine Vintageschätzchen bin ich besonders stolz. Es ist immer eine große Freude solche guterhaltenen Juwelen zu finden und dann zu tragen. Zunächst aber wanderten beide Schmuckstücke (Na, eigentlich sind es drei.) gut behütet in das Schmuckkästchen und warteten seither auf ihren ersten, großen Auftritt … oder auf dieses Kleid. Gerade bei neuem Zierrat (gleiches gilt eben auch für meine Hütchen) ergeben sich Kombinationsmöglichkeiten erst nachträglich und demnach trage ich sie häufig erst einige Zeit später das erste Mal. Anstelle von weißem Ohrgehänge habe ich mich bewusst für grüne Ohrhänger entschieden, da diese das Blattgrün der Brosche aufgreifen. Und auch im Blattwerk des Hütchens findet sich eine dezente Spur Grün. Die Leistetreter hingegen mussten in meiner unendlichen Zusammenstellungs-Logik weiß daherkommen, um der Grundfarbe der Brosche gerecht zu werden. Wohl dem, dass ich schon längere Zeit über ein Paar weiße T-Strap-Pumps verfüge. Kaufintention war damalig nämlich, ein paar weiße Stöckelschuhe (ich liebe ja diese Art Schuh) kann Frau immer gebrauchen … idealweise im Sommer. Wie wahr, wie wahr.

Alles in allem ist die heutige Präsentation ein gutes Beispiel für die Art & Weise wie ich ein neues Kleidungsstück mit dem passenden (und bereits vorhandenen) Schuhwerk & Zierten abrunde. Dass das oftmals möglich ist, mag wohl an meinen wiederkehrenden Vorlieben liegen … oder an meinen vielen Hütchenschachteln oder an meinem prall gefüllten Schmuckkasten. Aber macht nicht genau das den Reiz von Mode & Accessoires aus? Im Vorfeld eben noch nicht zu wissen, welche Kombinationsmöglichkeiten sich ergeben können?

Headpiece: Jazzafine, Kleid: Miss Candyfloss, Schuhe: Tamaris, Brosche: Vintage, Ohrhänger: Fräulein Wildkirsch

Liebe Leserschaft, wie sehen Sie das und wie gefällt Ihnen die heutige Zusammenstellung?

Es grüßt Sie herzlich Ihr Froilein Olivia, dass Ihnen noch schnell verrät, dass sich im nächsten Beitrag wieder ein Gastmodell die Ehre geben wird.

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8 Kommentare zu “Des Froileins Beichte oder das spontane Kaufverlangen

  1. Liebes Froilein O.,
    wenn wir nicht Sommeransätze hätten, dann wäre dieses Kleid ein Grund den Sommer jetzt sofort zu beantragen. Es macht nicht nur eine tolle Taille, nein, es sieht auch total leicht zu tragen aus. Stofftechnisch. Herrlich. Und die weißen Schuhe sind der Knaller. Weil man solche gar nicht mehr findet, sie aber einfach fabelhaft aussehen. Danke für dieses Sommerlook! Der durch das Hütchen erst perfekt wird.

    • Liebe Claralotti, liebe Stefy, dankeschön für die lieben Worte. Es ist wahr der Stoff lässt sich herrlich leicht tragen, man spürt das Fähnchen kaum, obwohl der Stoff doch recht fest ist. Aber er fällt toll. Stimmt, solche Treter findet man selten, vor allem mit einer angenehmen und laufbaren Absatzhöhe. Ich hätte es nie für möglich gehalten und ja ich habe mich lange, lange gegen dieses Einkaufsportal gesträubt, aber ich bin dort dieses Jahr schon häufig fündig geworden. Na, ihr wisst jetzt schon welchen Anbieter ich meine … in der Werbung schreien die Damen immer so euphorisch, wenn der Postbote mit einem Päckchen vor der Tür steht… . Die Schuhe stammen übrigens von Tamaris, eine gute Anlaufstelle für diese Art Schuh. Liebste Grüße zu Euch und es ist immer schön von Euch zu lesen!

  2. Hallo nochmal,
    ich habe dich eben gerade für den Liebster Award nominiert und freue mich, wenn du Lust hast, mitzumachen! Bitte gehe auf meine Seite dort findest du unter dem Loge des Awards die Beschreibung was du nun machen solltest

    viel Glück
    Elisabeth

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