Kontur & Highlighter: Das Froilein experimentiert … schon wieder.

Werte LeserInnen,

was wäre die Damenwelt ohne die vielfältigen Produkte der dekorativen Kosmetik? Bisweilen vermögen diese Wunder zu vollbringen. Dabei darf sich leider nicht jede Dame (das Froilein beispielsweise) an maskenbildnerischen Talent erfreuen. Das allerdings bedeutet aber keinesfalls, dass diese Dame (das Froilein) nicht doch gern malt …  im eigenen Gesicht oder mit dem Farbkasten von dem Minimann. Ja, verehrte Leserschaft, ich schminke mich … tatsächlich & täglich … nicht sonderlich geschickt, aber immerhin traue ich mich damit aus dem Haus und auf dem Dorf fallen Schminkfauxpas oftmals gar nicht auf: „Warst du in der Sonne? Dein Gesicht ist aber schön braun.“ „Nein, eigentlich habe ich mich nur leicht im Farbton vergriffen.“ Manches Mal aber vergehen Monate oder gar Jahre bis eine Dame einen geeigneten farbigen Gesichtskleister – pardon – eine geeignete Foundation gefunden hat. Derart geschehen natürlich bei dem Froilein, welches sich über eine fiese Mischhaut glücklich schätzen darf, und zwar diejenige mit den besonders großen Poren – Sie erinnern sich bestimmt. Der Erzgebirgler liegt also bei mir mit folgendem Satz bisweilen gar nicht so verkehrt: „Du glänzt ja wie eine Speckfettbemme!“ Finde ich auch nicht schön, ist aber leider so. Irgendwann (vor etwa einem Jahr) begegnete dem Froilein dann endlich ein Gesichtskleister, welcher gut mattiert (Wunder gibt es bekanntlich nur im Märchen) und welcher über eine annehmbare Deckkraft verfügt – seitdem ist des Froileins Welt der Gesichtsverschönerung im Reinen und einigermaßen im Matten. Und da wären ja noch diese fantastischen Primer, welche hinsichtlich der Porenverkleinerung eine nicht zu unterschätzende Arbeit leisten, insofern eine gehörige Portion Einbildungskraft mit im Spiel ist.

Letztlich begegnete mir im fantastischen World Wide Web, nein kein neues Textil sondern Trommelwirbel ein Konturenpinsel (Pinsel gibt es für alles Mögliche und für vieles Unsinnige): Hö? Ein bitte was? Die Google-Suche lieferte Antworten … und Bildchen … und Videos (Meinen herzlichen Dank an die wundervollen Damen, welche sich in Ihrem Schminkritual von einer Kamera aufzeichnen lassen und dabei auch noch so fabelhaft aussehen).  Werte Damen, Sie wissen doch bestimmt um diese Schminktechnik des Konturierens und des Highlightens, aber eh hippe Neuerungen bis in die entlegenste Provinz vorgedrungen sind, haben diese gern einmal einen langen und sehr grauen Bart. So, und da Sie gebildeter als das Froilein vom Dorf sind, wissen Sie bestimmt schon längst, dass man mit dieser Technik das eigene Gesicht modellieren kann (was hingegen ein wenig an einen Töpferkurs erinnert). Aber die hervorgemalten Ergebnissen können sich wahrlich sehen lassen: markante Wangenkochen, eine lieblichere Stirn oder eine schmalere Nase.  Ah ja. Wunder gibt es also doch … außerhalb der Schönheitschirurgie. Bislang dachte das Froilein, dass farbiger Gesichskleister und Wangenfarbe völlig ausreichend wären. Aber weit gefehlt, denn gerade bei einem Make up mit mittlerer oder gar starker Deckkraft wäre konturieren (ein höchst merkwürdiges Wort) und highlighten ganz und gar notwendig, um dem aschfahl und eintönig wirkendem Gesicht Struktur zu verleihen – Aha, also ich benutzte den Farbton Spiced Sand, bitte was ist daran aschfahl? Schlussendlich aber siegte die Überzeugungskraft etlicher Vorher-Nachher-Bildchen und das obwohl gerade das Froilein um die Existenz fantastischer Bildbearbeitungsprogramme wissen müsste. Das Ende vom Lied, ich musste diese Art der Gesichtsbemalung (wohl eher Bepinselung) an einem beschaulichen Nachmittag ausprobieren,  als keine Wäsche zu waschen war und der Küchenfußboden auch noch ganz manierlich daherkam. Und so schmierte, konturierte und highlighte ich – dank diverser Bildchen, wo denn nun was aufgetragen werden sollte, auch für eine Dorfbewohnerin durchführbar. Ich entschied mich freilich für alles auf einmal und bepinselte Wange, Stirn und Nase.

Liebe Leserschaft, ich weiß nun auch nicht so recht, was ich von dieser Manier der Gesichtsoptimierung halten soll, aber gänzlich überzeugt bin ich nicht (wie verwunderlich). Vielleicht, weil ich als Konturpuder meinen üblichen Bronzer (den mit den hübschen Glitzerpartikel) und als Highligter einen hellen Lidschatten (den mit den ganz vielen hübschen Glitzerpartikelchen) verwendet habe und nun ja, ein wenig angemalt anmutete. Aber im spontanen Eifer des Gefechtes war in der Provinz nichts Dienlicheres greifbar (auf Ausreden, die das eigene tölpelhafte Verhalten rechtfertigen, sollte man niemals verzichten). Vielleicht bedarf es aber auch einer gewissen Übung… (gewiss, gewiss!) und vielleicht werde ich mich in einem besonders mutigen Moment noch einmal daran probieren mit dem geeigneten Puder & Pinsel  (diese müssten dann erst einmal erworben werden). Aber ganz bestimmt wird Kontur & Highlighter kein Bestandteil meiner täglichen Verschönerungsroutine werden und zwar aus folgenden Gründen: Freilich verbringe ich gern das ein oder andere Stündchen vor dem Badezimmerspiegel, aber ausarten sollte es dann doch nicht (da könnte ich ja gleich Zuhause bleiben). Zwei adäquate Lidstriche missglücken mir immer noch häufiger, als dass sie mir glücken (Übung macht eben nicht immer die Meisterin). Meine Foundation trage ich nach wie vor gern mit meinen Fingern auf (Asche auf mein Haupt!) und bei mehr als 5 Pinseln oder was auch immer verliere ich einfach die Übersicht … oder bei zu vielen englischsprachigen Bezeichnungen auf den einzelnen Produkten. Es werden wohl auch weiterhin der Gesichtskleister und das Rouge genügen müssen – und der Primer, der Concleaner und die Camouflage Creme, der schwarze Eyeliner, die Mascara, der Augenbraunstift- und das Augenbraunpuder, der Lippenkonturenstift und die Lippenfarbe in sattem Rot. Und das wäre schon eine ganze Menge, was sich da das Froilein in ihr Antlitz schmieren muss. Und einmal ganz unter uns, verehrte Leserschaft, dort wo dunklere Striche in das Angesicht gemalt werden, bleiben auch dunklere Striche, da kann man verblenden wie man möchte. Liebe Damen, an dieser Stelle würde mich brennend interessieren, wie Sie es denn mit dem Konturieren und dem Highlighten so halten.

Sonne, Sonnenschein, lauschige Temperaturen und Krokusse, viele Krokusse … ja ganze Krokusfelder. Liebe Leserschaft, in unserem dörflichen Gefilden gibt es nämlich nicht nur Schwibbögen, Bergbaumuseen und den Adam von und zu Ries, nein eine Provinz erfreut sich über mannigfaltige Krokuswiesen – und das verehrte Leserschaft ist eine Sensation unter den Dörfern. Also statteten der Gatte, der Minimann und das Froilein dem Dörfchen Drebach diese Woche einen Besuch ab – wir stören uns bekanntlich an Seniorenansammlungen nicht sonderlich. Sollten Sie einmal während der Blüte (den Zeitpunkt kann man freilich niemals genau bestimmen) im Erzgebirge weilen, wäre das wahrlich ein floraler Ausflugstipp. Da es herrlich mild war – Temperaturen über 10 Grad kommen einem nach der frostigen Zeit bisweilen tropisch vor – blieb das Pelzmäntelchen Zuhause und eines der vielen Capes hatte seine modische Renaissance:

Sie wissen ja bereits um meine Schwäche für Miss Candyfloss und dieser Rock mit Hahnentrittmuster konturiert wunderbar … die Figur.

Headpiece: Jazzafine, Rock: Miss Candyfloss, Bluse & Gürtel & Cape: H&M, Schuhe: Coco Shoes (via TopVintage), Ohrhänger: Fräulein Wildkirsch

Und selbstverständlich, wie sollte es denn auch anders sein, hat der Frühling auch auf des Froileins Kopf Einzug gehalten.

Es grüßt Sie Ihr treu ergebenes Froilein Olivia, welches aber gern ihre Nasolabialfalten kaschiert, die haben es nämlich nötiger als das Riechorgan und Licht- und Schattenspiele sind freilich nur etwas für die heimische Wohnstubenwand, des Nächtens bei Muschebubulicht und zur quietschenden Freude des Minimannes.

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2 Kommentare zu “Kontur & Highlighter: Das Froilein experimentiert … schon wieder.

  1. Ich bin mittlerweile ein großer Fan des Konturierens. Ich mache das natürlich nicht jeden Tag, aber beim Abend-Makeup gehörts jetzt definitiv für mich dazu. Falls Du es doch noch mal probieren möchtest, dann würde ich Dir aber auf jeden Fall empfehlen, in die Parfümerie zu gehen und Dich richtig beraten zu lassen. Es gibt so unendlich viele Möglichkeiten an Produkten und Auftragetechniken, aber nicht alles passt zu jedem. Ich bin wirklich fit im Schminken, aber das Konturieren wollte ich mir zunächst auch lieber erstmal von einem „Profi“ zeigen lassen und nach der Beratung war ich wirklich sofort hin und weg von der „Methode“! 🙂

    • Liebe Peaches,
      schön, wieder von dir zu lesen und herzlichen Dank für deinen Hinweis, den ich befolgen werde, denn neugierig bin ich nämlich schon – vor allem auf das Nachher, insofern denn endlich einmal korrekt angewandt. Ja, und du bist wahrlich fit im Schminken – deine Bilder sprechen da Bände. Ich wünsche dir eine tolle Woche.

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