Weihnachtsanekdoten & fotografischer Jahresrückblick

Werte LeserInnen,

ich hoffe, Sie verlebten wundervolle Weihnachtsfeiertage im Kreise Ihrer Lieben. Nun ist es ja leider wieder vorüber … das Fest der Liebe. Na, so ein bisschen Wehmut schwingt da jetzt aber bei dem Froilein „Weihnachtsbesessen“ schon mit. Ein paar wenige Tage bleiben mir allerdings noch, um mich an dem warmen Licht der kunstvollen Schwibbögen zu erfreuen, denn am Tage der heiligen 3 Faltigkeiten oder Könige sollten dann in der erzgebirgischen Provinz alle Schwibbögen aus den Fenstern verschwunden und die Weihnachtsdekoration in Zeitungspapier verhüllt wieder auf dem Speicher verfrachtet sein. Wehe dem Landsmann, dessen Fenster danach noch weihnachtlich leuchten … . Bisweilen kann der Erzgebirgler schrecklich borniert sein, in seinen Traditionen. Aber wie vorzüglich, meine diesjährige Weihnachtsdekoration à la Winter Wonderland kann bequem bis zu dem „Frühlingsmonat“ März (aber nicht in unseren Gefilden) so belassen werden, wie sie das Froilein „Dekorationswut“ Ende November sorgsam drapiert hat. Nur den einen Räuchermann werde ich traditionsbewusst wie ich bin, doch entfernen. Da das Froilein eben über Winter und Schnee schwätzt: Am 2. Weihnachtsfeiertag rieselte dann doch noch leise der Schnee aus finster grauen Wolken und wie fabelhaft, seit 3 Tagen schneit es unaufhörlich. An alle Damen und Herren, welche unaufhörlich nach einer „weißen Weihnacht“ krakeelt haben – „für die Stimmung“ oder für was auch immer und an die Herrschaften, für welche die weiße Pracht nun unbedingt zum Winter gehören muss: Das haben Sie nun davon! Hören Sie also bitte auf, über die Notwendigkeit des Schneeschippens zu lamentieren … oder über die glatten & verschneiten Straßen und anbei bemerkt, der Winterdienst kann nun wirklich nicht überall gleichzeitig sein.

Des Froileins heiliger Abend war wundervoll im Kreise ihrer Lieben – also dem Gatten, dem Minimann, dem grauen Sofawolf und des Froileins Eltern (Meine Eltern liebe ich immer noch abgöttisch.). Das Motto der Familie Knappe am heiligsten der Abende: „Kein Stress, keine auferlegten Bürden (Jeglicher Besuch wird bei uns tunlichst vermieden.), gutes Essen (einmal Gastronom, immer Gastronom – auch in der Freizeit), viel Spaß & Gemütlichkeit und ja kein Geschwafel über die Arbeit, diese ereilt uns schließlich am 1. Weihnachtsfeiertag wieder früh genug – Sie dürfen an dieser Stelle gern Mitleid mit dem Froilein hegen. Freilich frönen auch wir der ein oder anderen erzgebirgischen Tradition, allerdings sind wir diesbezüglich nicht sonderlich pedantisch. Mittags wird ganz traditionell irgendwann zwischen 11.00 und 13.00 Uhr die „Linsensuppe“ (von Hülsenfrüchten hat man dann so den ganzen Tag etwas …) verspeist, Kaffee getrunken wird mit des Froileins selbstgebackenen Gewürzkuchen mit Zimtglasur und das Dinner wird mit Jamie Oliver begangen. Gehen Sie mir ja mit der traditionellen Bratwurst mit Sauerkraut & Kartoffelklößen weg, diese Kombination habe ich als Kind schon nicht für gut befunden. Die knappsche Familie trällert weder Weihnachtslieder vor dem Tannenbäumchen, noch besucht sie die Kirche oder zündet das Heiligabendlicht an oder verweilt stundenlang seufzend vor der Weihnachtspyramide, (ein Erbstück freilich)  – denn fragen Sie einmal meinen Herrn Vater – die bleibt eh immer stehen. Aber darf ich Ihnen verraten, was es bei uns zuhauf gibt? Herzlichkeit untereinander und das auch fern ab des Heiligabends. Denn schlussendlich – und das haben einige unsere Landsleute wohl aus ihren halsstarrigen Augen verloren, bei denen ist nämlich das Weihnachtsfest schon verdorben, wenn am Heiligabend nicht punkt 12 Uhr die Linsensuppe auf dem Tisch steht und alle ganz besinnlich drein blicken – ist der Geist der Weihnacht: das Zusammensein mit der Familie oder mit den Menschen, die einem wirklich am Herzen liegen (Na, die ein oder andere Schwiegermutter wird da wohl jetzt nicht dazu zählen.). Und nichts anderes. Es ist also keinesfalls von Belang was man wann isst oder was man wann tut. Außerdem sollte sich jede Familie ihre ganz eigenen Rituale schaffen. Demnach war für den Minimann den ganzen Tag über Bescherung … und für den grauen Sofawolf – das Hundespielzeug, welches immer so delikat quietscht in Form eines Huhnes oder eines Schweines überlebt bei unserem Boxer etwa 5- 10 Minuten, dann wird nämlich das Innenleben sorgsam herausgepuhlt und verspeist – er versucht es eben immer wieder. Das Froilein hingegen musste sich doch tatsächlich bis zum späten Abend gedulden – der Gatte kann bisweilen wahrlich grausam sein. Aber das Froilein war hochzufrieden mit ihrem weihnachtsmännlichen Gatten … so ein Wunschzettel mit passenden Links zum Onlineshop kann sich als sehr nützlich erweisen, werte Damen.

Liebe Leserschaft sollten Sie sich nun fragen, welche Dame des knappschen Hauses mit ihrem auserkorenen Geschenk des Minimanns Geschmack schicklicher getroffen hat … natürlich meine Frau Mutter mit ihrer Miele-Kinderküche – welch eine Überraschung. Einzig, das den Minimann an seiner Tante Emma Geschäftsattrappe noch zu begeistern weiß, ist die Registrierkasse … die piept nämlich immer noch so vortrefflich – das eine quietscht – das andere piept – das Froilein hat ja Nerven wie Drahtseile. Über die Kunst des Hellsehens müsste man wahrlich verfügen, dann hätte das Froilein „Siegessicher in Sachen Weihnachtspräsent“ den Sohnemann nur mit der Registrierkasse und einigen wenigen authentischen Kaufmannsladenminiaturen entzückt (dem Waschmittel von Ariel beispielsweise). So wäre auch dem Gatten der stundenlange & ermüdende Aufbau des Holzmonstrums am Vorabend des Weihnachtsfestes erspart geblieben … und die klugen Bemerkungen seines Froileins. Nicht jede Aufbauanleitung ist nämlich derart eingängig, wie die bildlichen Anweisungen des schwedischen Einrichtungshauses … bei denen bleibt nämlich nicht jede Menge Platz für Spekulationen: „Welches Brett, welche Schraube und wie herum muss das denn nun sein?“

Da Sie, verehrte Leserschaft, über ein vorzügliches Gedächtnis verfügen, fragen Sie sich vielleicht: „Na, liebes Froilein „Weihnachtsbaum“ nadelt es noch in Ihrer Stube?“ Nein. Denn am 27.12. war meine Guduld mit dem Weihnachtsbaum endgültig dahin … und mein Elan ständig Kehrschaufel & Handfeger oder den Staubsauger zu bemühen. Also entfernten der Minimann und das Froilein sämtlichen Schmuck und die 75 Lichter: „Mama guck mal, ganz viele Nadeln am Boden“ – Ach, tatsächlich? Der Gatte öffnete das Fenster (unsere 4 Wände befinden sich im 1. Stock) und beförderte den Baum nach draußen … im Angesicht des Minimanns … Das war vielleicht nicht unbedingt die pädagogisch wertvollste Handlung: „Eigentlich, lieber Minimann schmeißt man gar nichts aus dem Fenster.“ Daraufhin begaben sich der Gatte, der Minimann und das Froilein in den Wald und stibitzen etwas Reißig … so gibt es bis zum 6. Januar wenigstens noch einen hübschen Weihnachtsstrauß mit 25 Lichtern, roten & weißen Kugeln, ein paar Sternen und ganz vielen Zuckerstangen.

Das Jahr 2014 neigt sich allmählich seinem Ende. Das Froilein möchte nun weder „Bilanz ziehen“ (Kein Jahr ist vom 1. Januar bis zum 31. Dezember eitel Sonnenschein.), noch möchte sie gute Neujahrsvorsätze anvisieren (Jedwede Änderungen, welche nicht spontan & unverzüglich in die Tat umgesetzt werden, glücken bisweilen auch nicht.). Des Froileins Jahresrückblick ist nicht viel Gewese um ihre Erlebnisse – mein Gedächtnis reicht eh bloß bis zum Spätsommer. Vielmehr möchte ich mit fotografischen Aufnahmen rückblicken (zumindest bis Juli). Denn immer wenn der Gatte sein Froilein, welches sich umständlich in eine schickliche Pose geworfen hatte, ablichtete, entstand auch das ein oder andere „Schabernackbildchen“. Und einige davon möchte ich Ihnen heute liebend gern präsentieren:

Ihre Landsleute sagen dem Froilein ja gern nach, dass es immer so finsterlich drein blicken würde … Dabei bin ich doch so eine tiefenentspannte Frohnatur …

 

Des Froileins Französischdozentin zu Studienzeiten sagte einmal zu dem Froilein, welches ja immer gern in der letzten Reihe Platz nahm: „Olivia, hör auf deine Stirn zu runzeln, ansonsten hast du einmal so tiefe Falten wie meine Wenigkeit.“ Aha. Heute, viele Monde später weiß ich, was mir diese sympathische Damen mit der adretten Hochsteckfrisur neben der Verwendung von qui und que noch vermitteln wollte. Übrigens, das Froilein ist ja unheimlich sprachbegabt … Bis heute spreche ich noch kein schickliches Wort Französisch außer Bonjour & Au revoir …

 

Damenhaftes Benehmen ist dies nicht …

 

Zu des Froileins Verteidigung: Das Wasser war recht kühl, die Steine klitschig und der Gatte nicht zu verstehen in seinen seltsamen Anweisungen …

 

Manchmal kommen sie durch … die schlechten Manieren.

 

Nahaufnahmen sind nicht immer von Vorteil …

 

Das Froilein hat niemals behauptet, Modelqualitäten zu besitzen.

 

Liebe Leserschaft, können Sie sich noch an die „Bezaubernde Jeannie“ erinnern?

 

Der Wind … das himmlische Kind.

 

Na, wo befindet sie sich denn … die sorgsam aufgetragene Lippenfarbe?

 

Das Froilein hat ein Gespenst erpicht oder einen Blick auf Ihren aktuellen Kontostand geworfen. Liebe Landsleute, ich muss Sie leider schrecklich enttäuschen … entgegen der weit verbreiteten Meinung ist das Froilein nämlich nicht reich …

 

Unheimlich grazil und damenhaft das holde Froilein „Dorfpomeranze“ …

 

Als das Froilein „Neunmalklug“ im Juli mit ihrer geistreichen Blogtätigkeit begann, war er ja noch ganz fern … der Winter mit seinen lauschigen Temperaturen

Es grüßt Sie Ihr ergebenes Froilein Olivia, dass Ihnen herzlichst für Ihre Treue danken möchte und Ihnen einen guten Rutsch in das neue Jahr wünscht.

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