„Das bisschen Haushalt macht sich von allein.“

Werte LeserInnen,
als das Froilein Olivia am Montag auf allen Vieren durch die heimische Wohnstätte kroch, um einmal wieder allen fiesen Staubmonstern in den entlegensten Ecken den Garaus zu machen, fiel mir eben dieser Ausspruch ein. Und da dachte ich so bei mir: Verehrte Urheberin dieser Zeilen entzückenden Liedgutes, ich möchte Sie liebend gern in meine heimische Provinz einladen – so für ein oder zwei Wochen – da könnten Sie mir dann bitte eingehend vorführen, wie sich mein „bisschen“ Haushalt so von allein macht. Lernwillig wäre ich ja. Werte Leserinnen, ich weiß nun nicht wie Sie es mit Ihren Haushaltstätigkeiten so halten, aber bei mir steht in der Regel einmal die Woche, bevorzugt eben montags, kein Stecken in meinem Haushalt gerade. Da wird die heimische Nasszelle gesäubert – das Haarfixierungsmittel ist wahrlich hinterlistig und die rote Haarfarbe wirklich hartnäckig, das Wohnzimmer entstaubt, die Kochzeile gereinigt, der Hausflur aufgeräumt, die Betten frisch bezogen und …  Aufzählungen können recht schnell Langeweile hervorrufen. Kurzum es wird für Ordnung gesorgt, geputzt, geschrubbt, gewienert und das von oben nach unten. Und wenn Haushaltstag ist, dann ist auch Hauptwaschtag. Eine weitere Marotte von mir: Wäsche waschen, meine Familie schmunzelt und lässt mich diesbezüglich kopfschüttelnd gewähren – mit ausreichend Sicherheitsabstand zu Waschmaschine, Wäscheleine und zu meiner Person. Waschtag ist übrigens absolut wörtlich zu nehmen, es wird nämlich nicht nur eine Ladung gewaschen, nein das wäre zu lapidar, unsere beiden Waschautomaten rumpeln dann nämlich den ganzen Tag mit weißer, dunkler, bunter, Bettwäsche, Kochwäsche und dergleichen. Hervorragend wenn auch das Wetter mitspielt, dann wandert die frisch gewaschene Wäsche auf die Wäschespinne, welche voller grazilen Anmutes den heimischen Garten verschönert: Das Froilein Olivia liebt diesen frische-Wäsche-an-der-Luft-getrocknet-Duft, da braucht es nun wirklich kein Lenor. Aber genau da beginnt es –  das Schauspiel mit der Wäsche. Zunächst einmal erfolgt das Aufhängen der Wäsche nach gewissen Regeln (das Waschen ja sowieso), Kleines nach unten, schlecht Trocknendes nach oben, Knitterndes auf den Kleiderbügel und geschickt aufgehängt ist ja schon gut gebügelt, denn mit dem Bügeln habe ich es nun so gar nicht. Hängt dann die Spinne voll, und befinde ich mich pausierend und Tee schlürfend in der heimischen Grünanlage, so latsche ich alle fünf Minuten zu dem Metallungetüm in Schieflage und befingere meine Wäschestücke. Einfluss auf den Trocknungsvorgang hat das übrigens überhaupt keinen. Sind dann diverse Kleidungs- und Wäschestücke trocken, beginnt das Neuanrichten der verbliebenen Wäschestücke bis das letzte sich auch von der Feuchtigkeit verabschiedet hat. Meine Familie schmunzelt. Übrigens, und das habe ich Ihnen so deutlich noch gar nicht erzählt, leben mein Mann, ich, Minimann (mein zweieinhalbjähriger Sohnemann – oh Schreck das Froilein, dass skandalöserweise bereits verheiratet ist, hat sich auch schon fortgepflanzt) und „The Big Bim“ (ein trotteliger Boxerrüde namens Bajazzo) mit meinen Eltern unter einem Dach. Ich finde das ja fabelhaft, mein Gatte wohl auch. Kehren wir aber nach dieser kleinen Familienaufklärung zurück zum Haushalts- und Waschtag. Anbei bemerkt, da mir das eben in den Sinn kommt, vergangenes Jahr am 16.12. (ein wahres Wintermärchen: schneearm und mild – ich hoffe auf Wiederholung dieses Jahr) baumelte meine Wäsche auch im Garten und sie wurde sogar trocken. Ja, solchen Schwachsinn merke ich mir tatsächlich, fragen Sie mich aber an dieser Stelle nicht wann mein werter Herr Großvater seinen Geburtstag feiert. Apropos Großeltern, meine holde Großmutter schenkte mir tatsächlich vergangenes Jahr ein Buch mit dem Titel: „Haushalts 1×1. Noch mehr Expertenwissen.“ mit stolz geschwellter Seniorenbrust bezüglich des tollen Geschenkes natürlich. Na das fand ich dann doch leicht übertrieben. Schlussendlich ist doch das Schöne an einem solchen Haushalts- und Waschtag: Ist die Wäsche endlich trocken und ordentlich im Schrank verstaut und blitzt & glänzt es überall in der heimischen Wohnstätte, so ist man doch ganz zufrieden mit sich. Und was tätigt das holde Froilein Olivia dann? Ab in das heimische Spa und sich zurecht gemacht für ein paar hübsche fotografische Aufnahmen, welche ich Ihnen nun präsentieren möchte. Gut, das Bad sieht danach zwar aus, als wäre ein Tornando durchfegt und die Kleiderschränke und deren Umgebung schreien heftig Chaos, aber wofür gibt es schließlich noch die Tage für Haushaltsaktivitäten zwischen den eigentlichen Haushaltstagen.

Headpiece: Jazzafine, Rollkragenshirt: Orsay, Rock: Collectif Clothing, Schuhe: Deichmann, Gürtel: Tatyana, Tuch: Orsay, Ohrhänger: Fräulein Wildkirsch

Es grüßt Sie Ihr Froilein Olivia, welches nun noch Fenster putzen wird und feststellt, dass Hahnentritt doch recht schön ist.
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