Wärmeunterbett, Daisy Dapper und H&M

Werte LeserInnen,
der Sommer schwächelt und das nun schon seit geraumer Zeit. Man könnte meinen bei uns im Gebirge hat der Herbst schon längst Einzug gehalten. Die ersten gelb-bunten Blätter in den Baumwipfeln hat das Froilein Olivia auch schon erpicht. Ich wäre ja fast mit meinem Automobil im Straßengraben gelandet, das aber wenigstens mit warmen Pobacken. Der Kalender spricht Anfang September und nicht Anfang Oktober!
Die Tage in der zweiten Augusthälfte waren nicht schweißtreibend, nein sie waren bevorzugt bewölkt, kühl und windig; die Nächte dunkel und bitterkalt. Grund genug für das werte Froilein Olivia geschätzte 3 Stunden vor dem Zubettgehen ihr „Wärmeunterbett“ in der heimischen Liegestätte doch schon auf die höchste Stufe zu stellen. Dieses Wärmeunterbett, von mir liebevoll Wärmedecke genannt, verlässt auch im Sommer mein Bett niemals, denn die Sommernächte sind hier manchmal alles andere als lau – 4 Grad über null des Nächtens Ende August ist schon erstaunlich. Und ehe ich da erst mühsam mein Bett-Anheiz-Dingsda wieder hervorkramen muss, bleibt mein „Wärmeunterbett“ (entzückende Bezeichnung) da wo es bisweilen auch gebraucht wird. Die belustigten und frotzelnden Kommentare meines teuren Gatten überhöre ich mittlerweile divenhaft: „Was machst du im Winter? Lagerfeuer unter der Bettdecke?“ Das wäre tatsächlich eine Alternative. Was die Temperatur unter meiner Bettdecke betrifft, bin ich eben ein bekennendes Weichei! Ähnlich verhält es sich mit dem Hinterteil-Anwärm-Dingsda im Automobil, das auch während der Sommermonate öfters in Betrieb ist. Trotz der herbstlichen Temperaturen weigere ich mich noch vehement meine Garderobenaufbewahrungsstätten auf Herbst oder gar auf Winter umzustellen. Ich kralle mich nach wie vor an die Hoffnung auf einen schönen und warmen Altweibersommer. Die Hoffnung stirbt eben bekanntlich zu Letzt. Eines habe ich mir dennoch vergangene Woche genehmigt: einen Ausflug in die nächste Metropole – Marl-Marx-Stadt. Dort warf ich schon einmal in diversen Textilgeschäften einen schüchternen Blick auf die aktuellen Herbstfummel. Da ich mir ab jetzt ein Sommerkleidchen-Kauf-Verbot auferlegt habe (wird ja jetzt auch so langsam albern, so kurz vor der weißen Pracht), erstand ich demnach eher Pulloverchen sowie blickdichte und wärmende Strumpfhosen. (Ich gestehe, dass ich auch an diversen Schmuckartikeln wieder einmal nicht vorbeigehen konnte, aber dieser Kleinkrieg bedarf ja bei uns Damen keiner expliziten Erwähnung.) Und da ich mich im letzten Beitrag schon rar gemacht habe, möchte ich Ihnen nun doch wieder ein paar Garderobenbildchen präsentieren:
Den Blazer erwarb ich bei dem großen H und dem großen M. Außerhalb der Unterwäsche- und Basicabteilung bin ich in diesem Massengeschäft (ich hasse die zum Bersten vollhängenden Kleiderstangen) schon geraume Zeit nicht wirklich fündig geworden. Nun denn, das blinde Huhn und das Korn.
Das Kleid stammt aus dem Hause Daisy Dapper. Ins Äugelein gefasst, hatte ich es schon länger, aber Sie wissen ja bestimmt wie sich das mit den Marken verhält, welche die Dame noch nicht kennt – was der Bauer nicht kennt, das frisst er nämlich auch nicht. Abschreckend fand ich auch die Maßangaben und den Hinweis, dass der Hüftumfang ungewöhnlich groß ausfällt: Eine 100-104cm umfassende Hüfte in Größe S ist schon beachtlich. Aber notfalls kann man es wieder zurück zum Bestellursprung schicken oder dem Schneidermeister anvertrauen. Also Bedenken über Board geworfen, bestellt und anprobiert und … wer hat denn den Hüftumfang gemessen? Ein Fünfjähriger? So riesig fällt dieser nämlich nicht aus oder meine Hüfte ist in die Breite gegangen. Ein Traumkleid!

Headpiece: Miss Moss, Schmuck: Fräulein Wildkirsch, Gürtel: Tatyana, Tasche: Milan, Schuhe: Deichmann

Es grüßt Sie Ihr ergebenes Froilein Olivia,
dass sich für die ungemütlichen Herbsttage folgendes vorgenommen hat: Herbstdekoration basteln! Nur die Heizklebepistole ist ihr noch suspekt.
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