Kopfzierte

Werte LeserInnen,
irgendwie mag dem Froilein Olivia diesmal keine umwerfende Einleitung einfallen, wahrscheinlich bin ich bei dem lieben Kreativgott in Ungnade gefallen. Gut, ich könnte Ihnen nun berichten, dass gerade Pilzzeit in heimischen Wälder ist und dass das Froilein Olivia gern Pilze sammelt, insofern sich diese nicht allzu hinterlistig verstecken. Aber Sie wissen doch bestimmt wie ein Waldchampignon aussieht und wollen sicherlich auch nicht sehen, wie ich durch die heimischen Wälder stürze. Und da ich in der glücklichen Lage bin, den Forst fast direkt vor meiner Haustür zu haben, halte ich mich dort bisweilen ganz gern auf (ich verfüge ja so über keine weiteren sozialen Kontakte…). Waldspaziergänge sind traumhaft und das zu jeder Jahreszeit: himmlische Ruhe (da kreischt eben mal keiner, wild winkend: „Fräulein, die Rechnung bitte!“), Flora & Fauna pur (manchmal hoppelt auch der Osterhase vorbei) und herrliche Luft (wenn man sich nicht gerade im Geruchsradius eines gemeinen Stinkepilzes aufhält). Werte LeserInnen, ich kann Ihnen Waldspaziergänge zur Entspannung wirklich wärmstens an das Herz legen. Was haben die letzten Sätze mit dem eigentlichen Thema des Beitrages gemein? Nichts. Also versuche ich mich jetzt an einer gekonnten Überleitung: Werte LeserInnen, kennen sie den Spruch von früher „Ohne Hut sind Sie nicht gut angezogen.“? Entzückend und schon wären wir beim eigentlichen Thema. Es muss nun nicht immer gleich ein Hut sein, es sei denn man sieht sich wieder einmal schonungslos einem fiesen Bad Hair Day ausgeliefert. Insofern nicht gerade Hochsommer mit Sonnenschein und tropischen Temperaturen ist, kann ein Wollhut wahrlich die Rettung des Tages sein. Und schon wären wir umständlich bei einer weiteren Schwäche des werten Froilein Olivias angelangt: Kopfzierten in jeglicher Form, ausgenommen Mützen mit Bommeln (Haben uns unsere werten Mütter in der Kindheit nicht immer niedlich angezogen?) und Basecaps. Zur kalten Jahreszeit darf es übrigens auch gern der eben erwähnte Wollhut sein – so spare ich mir wenigstens ab und an das Haare kämmen. Abnehmen darf ich diesen dann natürlich den ganzen Tag nicht. Haarreifen hingegen meide ich, die drücken bisweilen unangenehm hinter den Öhrchen und das macht mich schon bei meinen Nasenfahrrädern fuchsig, wenn diese einmal aus mir unerklärlichen Gründen schlecht sitzen. Ansonsten mag ich alles „Kleine“ (man sollte schon noch erkennen welche Farbe meine Haare aufweisen), welches ich mir auf den Kopf oder in die Frisur pinnen kann: also ein Hütchen oder ein Fascinator, eine Haarspange oder eine Haarblume (Hibiskusblüten sind ja so reizend), ein Haarkamm oder auch nur eine Haarnadel. Dabei darf die Kopfzierte auch gern einmal ausgefallen daherkommen. Ja, ich kann auch einen Cupcake (wieder so eine Schwäche des Froileins) stolz erhobenen Hauptes durch die ländliche Provinz tragen. Auch ein am Kopfputz angebrachter Schleier kann manchmal sehr bezaubernd sein und unreine Haut wahrhaft gut verdecken. Und warum muss nach Möglichkeit immer irgendwas auf meinen Schädel? Ja, warum eigentlich? Wir Damen verwenden soviel Aufmerksamkeit und Feingefühl darauf, eine Garderobe mit dem richtigen Schnickschnack abzurunden. Wir machen uns Gedanken über die adäquate Farbe und entscheiden uns dann für das passende Täschchen und Gürtelchen hier und die reizende Kette und Brosche dort und vergessen dabei oftmals völlig unser hübsches Köpfchen. Dabei kann doch ein aparter Kopfschmuck, möglichst farblich perfekt mit Schuhen und Handtasche abgestimmt, einer Garderobe den letzten Schliff geben oder diese bei falscher Wahl völlig ruinieren. Das aber ignorieren wir an dieser Stelle einmal kokett. In den letzten Beiträge habe ich Ihnen bereits den ein oder anderen Kopfschmuck gezeigt. Nun möchte ich Ihnen einige Kopfverschönerungsutensilien mehr präsentieren. Und da das Froilein Olivia so wahnsinnig naturverbunden ist, dachte ich mir ich präsentiere Ihnen einige der Schmuckstücke hübsch drapiert mit ein paar im Forst gesammelten Zapfen und mit der heimischen Vogelbeere (vielleicht sagt Ihnen Eberesche an dieser Stelle mehr). „Mei Vugelbeerbaam“ – Oh du holder Nationalbaum des Erzgebirges.
Verehrte LeserInnen, tragen Sie gern Hütchen und dergleichen?
Es grüßt Sie Ihr ergebenes Froilein Olivia, welches nun „behutet“ in den Wald schreitet und nach Pilzen Ausschau hält.
Advertisements

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s