Sommerträumchen

Werte LeserInnen,
Sommer, Sonne & Sonnenschein – fabelhaft! Es ist herrlichstes Wetter, die Natur erstrahlt im satten Grün, das Korn reift auf den Feldern, die Himbeeren gedeihen an den Sträuchern, die Blumen stehen in voller Blüte und tränken die Luft mir ihrem zarten Blütenduft, die Schmetterlinge flattern, die Insekten summen und die Vögel zwitschern. Oh du himmlische Sommeridylle. Die eigene Gemütslage ist fantastisch, und könnte wahrlich nicht besser sein, vor allem wenn ich morgens von hereinscheinenden Sonnenstrahlen und Vogelgezwitscher geweckt werde. Da stört es mich auch keineswegs, dass das Schlafgemach zur Sauna wird und die kleinen gefiederten Kerlchen das Fensterbrett als Sammelstelle nutzen, bevor sie sich auf meinem frisch gewaschenen Automobil verewigen. Wenn der Morgen graut, graut auch mir bisweilen. Es ist Sommer. Die Tage sind lang und warm, da verbringt auch das Froilein Olivia wieder viel Zeit außerhalb ihrer stickigen vier Wände und erfreut sich am Blühen der mühevoll gepflanzten Blumen, bis des Nachtens die schleimigen Schnecken aus ihren Löchern kriechen und sich an eben diesen satt fressen – Wohl Bekommens. Falls Sie es noch nicht bemerkt haben, werte LeserInnen, aber die Insektenpopulation hat ihren Höchststand erreicht. Die Mücken stechen, die Bremsen leider auch. Und die kleinen possierlichen Tierchen namens Bienen schwirren emsig von Klee zu Klee im heimischen Rasen. Ganz zur Freude der Flora und zum Leidwesen meiner Selbst, da ich heute nachmittag in ein solches Tierchen trat, weil ich unbedingt barfüßig zur Wäschespinne lustwandeln musste, um zu fühlen ob denn die Wäsche schon trocken ist. Das war äußerst schmerzhaft und die Wäsche war auch noch nicht trocken. Mit einem englischen Rasen oder mit Schuhe an den zarten Füssen (ich trage Schuhgröße 40!) wäre das nicht passiert. Man lernt auch weit nach der Pubertät nie aus. Der Himmel ist strahlend blau, die vereinzelten Wölkchen reinweiß. Es sei denn ich betrete in knapper Kleidung die heimische Grün-Klee-Anlage, dann erscheinen in kürzester Zeit „Wölkchen“ so schwarz wie die Pech Marie höchstpersönlich und natürlich prall gefüllt mit Regen. Sollte ich doch drei Sonnenstrahlen erhaschen können, so bräunt die Sonne wirklich vorzüglich (außer das Angesicht) und die unschönen Geh-sofort-aus-der-Sonne-Pustelchen am Dekolleté fallen dann gar nicht mehr so arg auf, außer ich präsentiere mich meinem Gegenüber im Seitenprofil. Übrigens meide ich Freibäder auch bei größter Hitze strikt, da ich zum einen das Einsiedlerdasein dem Sardinenbüchsenliegen vorziehe und zweitens bin ich der Meinung, dass dem Chlor in Sachen Desinfektion auch Grenzen gesetzt sind. Sie wissen jetzt schon auf was ich anspiele. Nach einem angenehmen Sommertag voller Transpiration genieße ich gern zu vorgerückter Stunde die laue Sommernacht (lau ist gut, ein Jäckchen braucht man hier im Gebirge dann doch) auf der heimischen Terrasse. Entzückend ist, dass man dabei gelegentlich von irgendwo weit her musikalisch beschallt wird. Werte Freunde der lauten Schlagermusik in heimischen Gefilden, wenn ich Helene Fischer hören möchte, besuche ich eine Ü-30 Party; da dürfte ich nämlich schon hin.
Da die Temperaturen so traumhaft sind, wird auch des Froilein Olivias Garderobe wieder luftiger:

Kleid: Hell Bunny, Schuhe: Buffalo, Ohrstecker: Collectif, Haarbrosche: Orsay

Von diesem Kleid bin ich sehr angetan. Ich mag rosa gern, neben schwarz natürlich. Ich vermute, dass diese Prägung bereits im Säuglingsalter begann und ich meiner verehrten Frau Mutter zu verdanken habe. Polka Dots sind eh immer reizend. Der Schnitt des Kleides und die Art des Kragens mit der hübschen güldenen Brosche sind très chic. Das ganze Kleid versprüht einen romantischen und fast schon mädchenhaften Charme. Werte Damen, sollten Sie in Erwägung ziehen, dieses Kleid käuflich zu erwerben, und es wird Sie bestimmt vorzüglich kleiden, so schenken Sie der Artikelbeschreibung bitte Glauben: Es gibt tatsächlich nicht nach (keinen Millimeter!) und der Stoff ist wirklich sehr dünn und flattrig. Das bringt, und da will ich ganz ehrlich zu Ihnen sein, Unvorteilhaftes mit sich, und da meine ich nicht nur unansehnliche Knitterfalten nach dem Sitzen. Sehr dünn bedeutet, überdenken Sie bitte die Farbe Ihrer Leibwäsche. Hautfarben wäre zu empfehlen und ein derart feiner Stoff lädt sich gern statisch auf, um daraufhin körperbetont am ganzen Körper zu kleben. Dennoch ist dieses Gewand ein wahres Sommerträumchen zu einem wirklich guten Preis. Werte LeserInnen, genießen Sie die Sommertage, das nächste Gewitter kommt bestimmt bald und der Herbst leider auch.
Es grüßt Sie Ihr ergebenes Froilein Olivia,
welches nun ihren geschwollenen Fuß kritisch beäugt, nach Kühl-Akku und Fenistilsalbe „rennt“ und sich auf „Atemlos durch die Nacht“ freut.
 
 
 
 
 
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